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Wasser ist ein wichtiger Bestandteil aller Körperfunktionen des Hundes. Es ist notwendig, um die Komponenten des Futters im Verdauungskanal zu lösen, es transportiert die Nährstoffe aus dem Darm über die Blutbahn zu den Geweben, wo sie benötigt werden. Für den Zellstoffwechsel ist Wasser ebenso unverzichtbar wie für die Ausscheidung von giftigen, harnpflichtigen Stoffen über die Nieren. Auch die Körpertemperatur reguliert der Hund über Wasser.
Der Gehalt an Wasser im Körper des Hundes muss relativ konstant sein, um die körpereigenen Funktionen aufrecht zu erhalten. Da der Hund täglich Wasser ausscheidet, muss er regelmäßig Trinkwasser zu sich nehmen. Wasser wird über den Kot, den Harn, die Atemwege, die Haut und bei säugenden Hündinnen auch über das Gesäuge verloren.
Pro Tag und Kg Körpergewicht verliert ein gesunder Hund durch das Absetzen von Kot zwischen 6 und 15ml Wasser. Während normaler Kot zu 75% aus Wasser besteht, besteht Durchfall zu mindestens 90% aus Wasser und hat einen entsprechenden Flüssigkeitsverlust zur Folge. Über die Nieren werden 20ml bis 50ml Wasser pro Tag und Kg Hunde-Körpergewicht ausgeschieden, je nach Außentemperatur werden weitere 25ml bis 115ml Wasser am Tag verdunstet. Bei Bewegung nimmt diese Menge noch zu – ein leichter Trab genügt bereits, um weitere 5ml pro Kg Körpergewicht und Tag zu verdunsten.
Das vermittelt einen Eindruck davon, wie viel Flüssigkeit Hunden täglich verloren geht – und wie wichtig es ist, dass diese über Trinkwasser wieder aufgenommen wird. Bei einer Fütterung mit Nassfutter, das meist mindestens 80% Feuchtigkeit enthält, muss ein Hund bei normalen Temperaturen und normaler Aktivität etwa 5ml bis 10ml Wasser pro Kg Körpergewicht zu sich nehmen, bei einer Fütterung mit Trockenfutter, das lediglich 10% Feuchtigkeit hat, sind es bereits 40ml bis 50ml Wasser. Steigen die Temperaturen und die Aktivität, kann der Wasserbedarf bei bis zu 150ml pro Kg Körpergewicht liegen.
Wasser sollte deshalb immer zur freien Verfügung stehen, das gilt insbesondere an heißen Tagen und nach körperlicher Aktivität. Selbstverständlich sollte das Trinkwasser immer sauber und frisch sein und mindestens zweimal am Tag gewechselt werden. Es ist sinnvoll, Wasser an mehreren Stellen des Hauses anzubieten. Trinkt der Hund nur widerwillig oder zieht Gewässer in der freien Natur vor, kann das ein Hinweis darauf sein, dass mit dem Trinkwasser etwas nicht stimmt.
Unserem Leitungswasser wird aus hygienischen Gründen Chlor beigefügt. Manche Hunde reagieren darauf empfindlich und lehnen das Wasser demzufolge ab. Hier kann stilles Mineralwasser Abhilfe schaffen. Trinkt ein Hund zu wenig, obwohl es an der Wasserqualität nichts auszusetzen gibt, sollte er dem Tierarzt vorgestellt werden. Dasselbe gilt bei auffällig erhöhtem Wasserbedarf: Hier kann eine ernste Erkrankung von Niere oder Blase vorliegen.
Viele Hunde trinken mit Vorliebe beim Spaziergang - aus Pfützen, Seen, Schlammlöchern oder Bächen. Bei sauberen Fließgewässern ist dagegen grundsätzlich nichts einzuwenden. Aus stehendem Gewässer sollten Hunde jedoch besser nicht trinken: Bakterien siedeln sich in Pfützen, Tümpeln und Teichen ohne Wasserbewegung besonders häufig an. Die Folge können Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts oder Schlimmeres sein. Empfehlenswert ist die Anschaffung eines Faltnapfs, mit dem der Hund auch unterwegs mit sauberem Wasser getränkt werden kann, das in einer Flasche mitgeführt wird.