Hunde - News

31.03.2010

11:32

Aufgepasst – die Zeckensaison hat begonnen

Zecken sind kleine Wunder der Natur, ausgestattet mit einer erstaunlich ausgereiften Technik zum Stechen und Saugen. Bevor eine Zecke zubeißt, ritzt sie die Haut ihres Wirts mit den scharfen Kieferklauen an. In die entstandene Spalte führt sie das sogenannte Hypostom - ein Teil ihres Mundwerkzeugs, quasi ihre Zunge - ein. Am Hypostom befinden sich Widerhaken, die es vor dem Verrutschen schützen. Zusätzlich wird es mit einer abgesonderten, klebrigen Flüssigkeit in der Haut befestigt.

Als Erstes injiziert die Zecke nun ein Sekret, das betäubend wirkt, so dass der Wirt nach dem ersten Brennen meist gar nichts mehr spürt. Darüber hinaus wirkt das Sekret auch gerinnungshemmend, denn nur so ist garantiert, dass das gesaugte Blut nicht im Saugrüssel der Zecke gerinnt und ihn damit verstopft. Zuletzt wirkt das Sekret auch entzündungshemmend.

Hunde-Zecken können Infektionen übertragen

Die Saugwerkzeuge der Zecke sind kreisförmig um das Hypostom herum angeordnet. Die Zecke  saugt nun Lymphflüssigkeit und Blut – davon verdaut sie aber lediglich Hämoglubin, Albumin, Globulin und Cholesterin. Andere Inhaltsstoffe des Bluts kann die Zecke nicht verwerten und würgt sie in regelmäßigen Abständen wieder zurück in den Körper des Wirts. Ist die Zecke nun mit Bakterien oder den Erregern von Borrelliose oder Babesiose infiziert, kann sie den Hund damit anstecken.

Hunde-Zecken lieben hohe Luftfeuchtigkeit

Nicht jede Zecke ist ein Infektionsüberträger, dennoch sind Zecken nicht nur lästig, sondern ein Risiko für die Gesundheit von Hund und Mensch. Besonders während der Zeckenperiode in Frühjahr und Herbst ist die Prophylaxe gegen diese Parasiten daher besonders wichtig. Es gibt mittlerweile ein breites Angebot an maßgeschneiderten Vorbeuge-Präparaten gegen Zecken, vom Zeckenhalsband über Spot-Ons bis hin zu Mitteln aus der alternativen Heilkunde – welche Maßnahme für welchen Hund optimal ist, wird am Besten mit dem Tierarzt abgesprochen.

Optimale Bedingungen herrschen für Zecken bei hoher Luftfeuchtigkeit und einer Temperatur von 17 bis 20 Grad Celsius. Zecken suchen sich Körperstellen, die feucht-warm sind und eine besonders dünne Haut aufweisen – bei Hunden hauptsächlich die Achseln, Lenden, der Bauch und der Hals, aber auch hinter den Ohren. Hat sich einmal eine Zecke am Hund festgesaugt, sollte diese schnellstmöglich entfernt werden. Denn mit zunehmender Saugzeit erhöht sich auch das Risiko einer Infektion durch die Zecke.

Optimal geeignet sind im Handel erhältliche Zeckenhaken. Wissenschaftliche Studien bestätigen die praktische Erfahrung von Hundehaltern: Das langsame Herausdrehen der Zecke ist die beste Methode zur Entfernung. Die Zecke löst Stachel und Widerhaken nach kurzer Zeit des Drehens und die Gefahr, dass die Saugwerkzeuge in der Wunde stecken bleiben, ist deutlich geringer.


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