13:49
Besonders kleine Hunde werden im Auto gerne in einer kleinen, gemütlichen Nische transportiert. Doch Hutablage, Fußraum oder die Bereiche unter den Sitzen bieten keinen ausreichenden Schutz. Ein ungesicherter Hund auf der Rückbank, und sei er noch so klein, kann bei einer Vollbremsung schnell zum gefährlichen Geschoss werden.
Einen besseren Schutz bietet eine Transportbox. Der Hund sollte langsam an seine Box gewöhnt werden, zunächst in der vertrauten Wohnung, erst später auf kurzen Autofahrten. Wichtig ist, dass der Hund in der Box genügend Platz hat, sich auszustrecken, zu drehen oder aufzustehen. Der sicherste Platz für die Transportbox ist im Kofferraum, direkt hinter den Rückbänken. Sehr empfehlenswert sind auch fest installierte Hunde-Transportboxen – sicherer geht es kaum.
Trenngitter sind besonders bei Kombifahrern mit größeren Hunden die erste Wahl. Stabile Gitter- oder Netzkonstruktionen bieten einen guten Schutz. Wichtig ist dabei jedoch, dass im abgegrenzten Bereich keine andere ungesicherte Ladung transportiert wird. Ein Problem, das diese Alternative schwer nutzbar macht, sollte es einmal auf große Auto-Urlaubsreise mit Hund gehen. Platzmangel und Gefahr für den Hund sind die Gründe, warum die Trennmethode oft ausfallen muss.
Tiersicherheitssitze sind sicher, doch in der Anwendung oft nicht ganz einfach. Viele dieser Systeme sind etwas kompliziert - sowohl bei der Installation als auch bei der Gewöhnung. Wenn die Tiersicherheitssitze aber einmal vom Hund angenommen wurden, und die Handhabung eingeübt ist, bieten sie bei eventuellen Unfällen oder Bremsmanövern guten Schutz für den Hund.
Speziell für Hunde entwickelte Sicherheitsgurte bieten in jedem Fall einen guten Schutz vor der Belästigung durch den Hund während der Fahrt. Zumeist fällt die Gewöhnung an die Gurte auch leichter als man vermuten würde. Man sollte aber unbedingt darauf achten, dass die Bewegungsfreiheit des Hundes nicht allzu sehr eingeschränkt wird. Zu groß darf der Freiraum allerdings auch nicht sein, und eine ausreichende Festigkeit der Gurte ist ebenfalls Voraussetzung für eine sichere Nutzung. Bei Sicherheitsgurten sollte nicht am Preis gespart werden, denn hier gibt es erhebliche Qualitätsunterschiede – während einige Modelle den Hund auch bei einer Vollbremsung sicher am Platz halten, reißen andere schon bei geringerer Belastung.
Hunde-Schutzdecken bieten selten Sicherheit. Die Schutzdecken werden an den Kopfstützen der Vordersitze befestigt, schützen aber höchstens vor Verschmutzung der Ladefläche durch den Hund.
Neben den genannten Sicherheitsvorrichtungen ist für eine sichere Autofahrt auch ein sorgsames Auto-Training wichtig. Der Hund sollte so früh wie möglich an den Transport im Auto gewöhnt werden, denn nur wenn er sich sicher fühlt, ist eine entspannte Fahrt für Hund und Halter möglich – und der Hund wird in Ausnahmesituationen möglicherweise gelassener reagieren.
Es ist sinnvoll, dem Hund von Beginn an beizubringen, dass ein gesittetes Einsteigen in das Auto erwünscht ist und dass ihm das Aussteigen nur auf Kommando erlaubt ist. Bei einigen Sicherungsmethoden kann der Hund das Fahrzeug eigenständig verlassen, sobald Türe oder Kofferraum geöffnet werden, und damit möglicherweise sich selbst und den Straßenverkehr gefährden.