Hunde - News

04.08.2009

09:53

Der Hund am Fahrrad - bevor Hund und Halter auf Tour gehen

Der Hund am Fahrrad - bevor Hund und Halter auf Tour gehen

Alle tun’s, denn es ist umweltfreundlich, macht gute Laune und stramme Waden. Hundehalter wollen auch nicht drauf verzichten: aufs Radeln. Aber mit Hund am Fahrrad gibt es einige Dinge zu beachten. Dafür macht die Radtour mit vierbeiniger Eskorte auch viel mehr Spaß!

Ob für den Weg zum Café um die Ecke oder den Ausflug ins Grüne – im Sommer ziehen wir gerne auf zwei Rädern durchs Land. Auf unseren Hund wollen wir dabei natürlich nicht verzichten. Die harmonische Koexistenz von Hund und Drahtesel muss aber wohl geplant und trainiert sein, um keine platten Reifen, platte Pfoten oder gar Schlimmeres zu riskieren.

Am Anfang der Radelfreuden mit Begleiter stehen einige nüchterne Überlegungen. Was für ein Vertreter seiner Art ist es denn, der da am Rad mitlaufen soll?

Ans Rad dürfen nur gesunde, ausgewachsene Hunde

Ist Ihr Vierbeiner schon betagter oder leidet unter Krankheiten des Bewegungsapparates wie Arthrose oder Hüftdysplasie (HD), werden Sie sich damit begnügen müssen, das Fahrrad zu schieben. Für die Radtour zu Zweit dürfen nur Hunde trainiert werden, die körperlich wirklich auf der Höhe sind – sonst können irreparable Gesundheitsschäden die Folge sein. Ob Ihr Hund wirklich fit ist, lassen Sie deshalb vorher am Besten von Ihrem Tierarzt durchchecken.

Auch für Hunde, die noch im Wachstum sind, bleibt der Drahtesel in der Garage. Frühestens mit anderthalb bis zwei Jahren dürfen die beiden miteinander anbändeln. (An seinen Anblick und die typischen Geräusche, die so ein Fahrrad von sich gibt, dürfen Sie aber natürlich schon Ihren Welpen gewöhnen).

Radel-Tempo dem Hund anpassen

Grundsätzlich kann jeder gesunde, ausgewachsene Hund am Fahrrad mitlaufen – das ist nur eine Frage des Trainings und der gegenseitigen Rücksichtnahme. Der Radler sollte immer sein Tempo dem seines Hundes anpassen. Wer mit einem Dackel radeln möchte, darf eben nur kurze Strecken und nur Schritttempo radeln. Wenn Sie einen Herdenschutzhund haben, könnte es sein, dass sie dasselbe Tempo fahren müssen wie der Dackelbesitzer – denn Herdenschutzhunde ziehen meist die Gemütlichkeit vor.

Was für ein Bewegungstyp ist Ihr Hund?

Bevor Sie mit dem Training loslegen, sollten Sie Ihren Hund einmal in der Bewegung beobachten. Was ist sein bevorzugtes Tempo? Bummelt er an der Leine eher hinter Ihnen her, oder hätte er’s gerne etwas zügiger? Sprintet er beim Freilauf lieber, oder zottelt er in gleichmäßiger Geschwindigkeit umher?

Die Vorlieben eines Hundes sind individuell, können aber auch durchaus rassebedingt sein. Die meisten Hütehunderassen bevorzugen zum Beispiel einen kräftesparenden, schnellen Trab, den sie über lange Strecken durchhalten. Als Radbegleiter sind sie damit ideal. Jagdhunde dagegen flanieren entweder gemütlich vor sich hin, oder starten direkt richtig durch. Eine mittlere Geschwindigkeit zu halten, fällt ihnen meist schwer. Schlittenhunde wiederum neigen dazu, über längere Strecken Gas zu geben und dabei auch durchaus in Kauf zu nehmen, dass sie etwas hinter sich herziehen.

 

 


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