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Diese Studie dürfte Haustierhalter freuen: Das Bundesforschungsministerium hat herausgefunden, dass tierische Begleiter einen positiven gesundheitlichen Effekt auf ihre Halter haben. Satte 18,5 Prozent mehr Arztbesuche wurden demnach für Menschen ohne Haustiere gezählt. Klarer Vorteil also für alle, die Hunde, Katzen oder Kleintiere umsorgen, also immerhin 20 Millionen Haushalte in Deutschland!
Laut Statistik führt derzeit jeder zweite Haushalt die uralte Tradition fort und hält ein Tier. Die Nummer der Rangliste nehmen dabei Katzen und Kleintiere ein, doch bereits auf dem dritten Platz liegen die Hunde.
Und so "wirken" unsere treuen Begleiter: In erster Linie haben Tiere einen positiven Effekt auf die Psyche ihrer Halter. Sie vermitteln oft das, was einsame Menschen sich besonders wünschen: Nähe, Liebe und Aufmerksamkeit. Dabei werden - besonders durch Hunde - ängste bekämpft und Missstimmungen abgeschwächt. Und da Tiere ihre Halter direkt und unkompliziert annehmen, vermitteln sie zudem das Gefühl von sozialer Anerkennung.
Doch Tiere geben nicht nur, sie fordern "ihren" Menschen auch einiges ab. Wer sich um einen Hund oder eine Katze kümmert, übernimmt Verantwortung - und das wirkt sich auch förderlich auf das eigene Leben aus. Soziale Fähigkeiten können so erlangt oder weiter ausgebaut werden. Und die festere Struktur des Alltags führt zu weiteren positiven Effekten.
Im Übrigen kann jede Generation von der Tierhaltung profitieren: Kinder lernen, was es heißt, Verantwortung zu tragen, Heranwachsende finden in Hunden oder Katzen gute Freunde, Singles wird geholfen, auf andere zuzugehen und ältere Menschen finden Trost und Gesellschaft.
Gerade Hunde und Katzen stehen dem Menschen nah, was auch daran liegt, dass man sie streicheln und auf den Schoß nehmen kann. Gleich mehrere Studien haben ergeben, dass dabei Stress- und Aggressionen abgebaut werden, sich der Pulsschlag beruhigt und der Blutdruck sinkt. Verstärkt wird dieser Effekt des direkten Körperkontaktes durch den beruhigenden Anblick, den Tiere liefern. Ihre äußerliche Ruhe und angenehme Gelassenheit verschafft beim Betrachter den Eindruck: alles ist in bester Ordnung!
Und so verwundert es wenig, dass zahlreiche Forschungsergebnisse die gesundheitsfördernde Wirkung durch Tiere untermauern. So hätten auch laut weiterer Studien unsere treuen Begleiter ihren Anteil an geringeren Blutdruckwerten, günstigeren Cholesterin- und Blutfettwerten, weniger Arztbesuchen und einem deutlich sinkenden Medikamentenverbrauch bei chronisch Kranken.
Wer einen Hund hält, bleibt fit - dieser Ausspruch kommt nicht von ungefähr. Denn unsere Vierbeiner sorgen allein durch ihren Bewegungsdrang dafür, dass Mensch sich aufrafft, egal ob die Sonne scheint, es regnet oder sogar stürmt. Was zunächst lästig klingt, hat einen deutlich positiven Einfluss auf die eigene Gesundheit: die Abwehrkräfte werden gestärkt, Kreislauf, Muskeln und Gelenke in Form gehalten, zudem führt das Mehr an körperlicher Bewegung zu einem besseren Schlafverhalten. Das höhere Sicherheitsgefühl, das ein Hund besonders ängstlichen Menschen vermittelt, und die häufigeren Sozialkontakte tun ihr - positives - Übriges.
Zahlen gefällig? Auf Nachfrage von Wissenschaftlern gaben 40% der Hundehalter und sogar 46% der Katzenhüter an, dass sich ihre Kontakte zu anderen Menschen nach der Anschaffung des Tieres deutlich gesteigert hätten. Wen wundert es da, dass immer mehr therapeutische Einrichtungen, aber auch Altenheime, Behinderteneinrichtungen und Schulen auf tierische Unterstützung setzen.
Ein Haustier kann also zu einer besseren Gesundheit verhelfen. Dennoch sollten Sie sich ihre Entscheidung pro Hund, Katze und Co. nicht allzu leicht machen. Denn bei allem, was ein Tier für Sie bedeuten kann, sollten Sie sich stets deutlich vor Augen führen, welch hohe Verantwortung so ein kleiner Schützling mit sich bringt.