Hunde - News

04.08.2010

11:44

Hitzschlag beim Hund – Erste Hilfe kann lebensrettend sein

Übermäßiges Hecheln mit langgestrecktem Hals, Taumeln, Erschöpfung und eingefallen wirkende Augen sind erste Anzeichen einer Überhitzung. Ein hellrotes Zahnfleisch, Krämpfe, Erbrechen und Bewusstseinsstörungen sind Symptome, bei denen selbstverständlich sofortiger Handlungsbedarf besteht. Steigt die Körpertemperatur des Hundes von der Normaltemperatur (38-39 Grad) auf 41 Grad, werden die Organe nicht mehr ausreichend durchblutet – es besteht akute Lebensgefahr.

Die meisten Hitzschläge erfolgen bei Hunden, die in geparkten Autos zurückgelassen werden. Immer wieder geschieht es, dass gedankenlose Hundehalter ihren Vierbeiner bei Sommertemperaturen im Auto lassen. In der Sonne geparkt, wird das Auto rasch zum Hochofen auf vier Rädern und der Hund leidet höchste Not. Niemand sollte sich davor scheuen, auch einem fremden Hund in solch einer Notlage zu helfen!

So schnell wie möglich sollte der Halter ermittelt und herbeigerufen werden, im Notfall muss der Hund aus seiner misslichen Lage befreit werden. Polizei oder Feuerwehr sollten ebenfalls eingeschaltet werden, da der Fahrzeugbesitzer möglicherweise kein Verständnis für die Rettungsaktion aufbringt. Doch laut Rechtslage darf ein Hund aus solch einer Gefahrensituation gerettet werden.

Erste Hilfe bei Vierbeiner-Hitzschlag

Ein Hund mit Hitzschlag muss so schnell wie möglich an einen schattigen, gut klimatisierten Ort gebracht werden. Mit kühlen Wickeln oder fließend kaltem Wasser kann die Körpertemperatur  gesenkt werden - vorsichtig und langsam, damit der Hund keinen Schock erleidet. Zudem muss darauf geachtet werden, dass die Temperatur nicht unter die Normaltemperatur fällt – deshalb sollte die Temperatur regelmäßig gemessen werden.

Einem Hund, der bei Bewusstsein ist, sollte Wasser angeboten werden. Dabei muss darauf geachtet werden, dass der Hund nicht zu hastig trinkt. Ein bewusstloser Hund gehört an den Tropf, ihm Wasser einzuflößen wäre zu gefährlich. Ist der Hund bewusstlos, ist es wichtig, die Atemwege frei zu halten bzw. frei zu räumen, wenn sie beispielsweise von Erbrochenem blockiert werden.

Dabei muss darauf achtgegeben werden, dass die Fremdkörper nicht noch weiter in die Atemwege hinein geschoben statt hinaus befördert werden. Behutsame Massagen können den Kreislauf des Tieres zusätzlich anregen. Selbstverständlich muss das Tier so schnell und stressfrei wie möglich zum nächsten Tierarzt gebracht werden. Für so einen Fall hält man die Telefonnummer des tierärztlichen Notdienstes am Besten immer parat.


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