Hunde - News

01.11.2010

16:36

Hundepflege im Herbst

Hunde wechseln zweimal im Jahr ihr Fell: Im Herbst bilden sie das schützende Winterfell mit dichter Unterwolle. Im Frühjahr lockert sich diese Unterwolle wieder und muss durch Bürsten entfernt werden. Damit ist der Hund perfekt an die saisonal wechselnden Witterungsbedingungen angepasst. Der Fellwechsel wird hormonell gesteuert: Wenn der Körper im Herbst weniger Licht aufnimmt, beginnt er mit dem Bilden des Winterfells.

Regelmäßige Fellpflege fördert die Nährstoffversorgung der Haut

In den Phasen des Fellwechsels ist die Fellpflege besonders wichtig. Zum Einen wird die Haut beim Bürsten massiert, das fördert die Durchblutung. Die Haarwurzeln und die Talgdrüsen der Haut werden besser mit Nährstoffen versorgt. Zum Zweiten werden die abgestorbenen Partikelchen der Hornhaut schonend entfernt. Deshalb sollte der Hund im Herbst möglichst regelmäßig gebürstet werden: Erst mit einer weichen, gröberen Bürste gegen den Strich – das entfernt Hautschüppchen und Staubpartikel. Danach sollte mit einer feineren Bürste mit dem Strich gekämmt werden, um lose Haare und kleinere Verfilzungen zu entfernen.

Größere Verfilzungen müssen mit einem speziellen Filzmesserchen oder notfalls einer Schere entfernt werden. Das ist besonders wichtig, denn verfilzte Stellen breiten sich rasch aus. Unter den Filzplatten können sich Verletzungen verbergen, ohne dass sie bemerkt werden. Durch den Luftabschluss entsteht ein ideales Klima für Parasiten und Bakterien, die sich einnisten und die Haut angreifen können. Deshalb sollten auch kleine Filzknötchen immer direkt entfernt werden.

Im Herbst ist die Zufütterung von Ölen und Bierhefe oft sinnvoll

In Herbst und Winter trocknet das Fell des Hundes rasch aus. Oft kommt es auch zu schuppiger und juckender Haut. Der Grund: Der Wechsel von nasskalter Luft draußen und trockener Heizungsluft drinnen strapaziert die Haut. Die regelmäßige Fellpflege unterstützt den Eigenschutz von Haut und Haar: Durch das Bürsten wird der Talg aus den Talgdrüsen gedrückt und der schützende Fettfilm über Haut und Fell verteilt. Zusätzlich empfiehlt es sich in der kalten Jahreszeit, das Fell von innen zu stärken. Omega-3-Fettsäuren, die der täglichen Futterration zugegeben werden, sind besonders zu empfehlen. Reichlich Omega-3-Fettsäuren sind beispielsweise in Lachsöl oder Leinöl enthalten. Auch spezielle Kuren mit Bierhefe- oder Biotinpräparaten haben sich bewährt.


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