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Immer wieder werden Impfungen als solche oder die empfohlenen Zeitabstände zwischen den einzelnen Impfungen in Frage gestellt. Unter Tierärzten wird daher anhaltend diskutiert, wie man Tierhalter zu einem aus wissenschaftlicher Sicht vernünftigen Impfverhalten bewegen kann. In diesem Sinne gibt die Bundestierärztekammer regelmäßig wichtige Empfehlungen zur Impfung von Hunden und Katzen heraus.
Sinn einer Impfung ist es, Infektionskrankheiten zu verhindern oder deutlich abzumildern. Die in Deutschland verwendeten Impfstoffe böten dabei eine wissenschaftlich abgesicherte Methode der Vorbeugung. So würde durch die einfache und sichere Maßnahme auch der Mensch vor Ansteckung geschützt - zudem könnten Behandlungskosten eingespart und die Tiere vor Leiden geschützt werden.
Wer sein Tier vor bestimmten Erkrankungen schützen will, sollte sich vor Ort beim Tierarzt informieren. So müsse zunächst festgestellt werden, welche individuellen und regionalen Risiken bestünden. Auch der richtige Zeitpunkt und die passenden Impfstoffe für eine oder mehrere Impfungen wird beim Tierarzt festgelegt.
Viele gefährliche Infektionskrankheiten konnten laut Bundestierärztekammer durch konsequentes Impfen bereits deutlich zurückgedrängt werden. Eine Folge: Die Lebenserwartung unserer Haustier ist weiter gestiegen. Doch noch immer gäbe es Risiken - so müsse weiter gegen Staupe, Parovirose, Leptospirose, Katzenleukämie, Katzenschnupfen und Katzenseuche vorgegangen werden. Auch einzelne Fälle von Tollwut könnten nicht vollends ausgeschlossen werden.
Die Erfolge der vergangene Jahrzehnte hätten allerdings auch zu einer gewissen Impfmüdigkeit geführt. Dadurch steige die Gefahr, dass es erneut zu gefährlichen Neu-Infektionen mit bereits zurückgedrängten Krankheitserregern kommen könne. Gründe für diese "Impfmüdigkeit" seien Sorglosigkeit, aber auch die Angst vor den Risiken durch die eigentliche Impfung.
Hierzu stellt die Bundestierärztekammer fest: "Der Nutzen von Impfungen überwiegt insgesamt deutlich die Risiken bekannter Nebenwirkungen". Eine jeweilige Abwägung zwischen Nutzen und Risiken einer Impfung solle daher in Zusammenarbeit mit dem Tierarzt erfolgen. Gleiches gelte auch für die Zeitabstände zwischen den einzelnen Impfungen bzw. ihren Auffrischungen.
Generell sei eine Grundimmunisierung bei Hunden und Katzen entgegen vereinzelter Meinungen unabdingbar. Zusätzlich sollten sich Tierhalter in jährlichen Impfgesprächen mit dem Tierarzt über Auffrischungen und weitere Schutzmaßnahmen beraten lassen.