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Bei Schnee oder Frost brauchen Hunde besondere Pflege, damit ihre Pfoten keine Risse bekommen und ihr Fell dicht und glänzend bleibt. Dabei geht es nicht nur um schönes Aussehen, sondern auch um die Gesundheit der Vierbeiner. Da Hunde nicht wie Katzen ihr Fell selbst pflegen können, brauchen sie die Hilfe der Menschen. Oftmals wird dies unterschätzt.
Kurzhaarige Hunde holen sich im Winter leicht eine Erkältung, langhaarige leiden unter Schneeklumpen im Fell. Streusalz und Splitt setzen den Hundepfoten zu. Durch die richtige Fellpflege und vorbeugende Pfotenpflege lässt sich das Hundeleiden vermeiden.
Hundekenner raten, die Pfoten schon rechtzeitig vor Wintereinbruch mit Balsam oder Pfotenschutzspray aus dem Zoofachhandel zu behandeln, damit die Ballen für den ersten Spaziergang im Schnee geschmeidig genug und damit gut geschützt sind. Denn die scharfen Splittkörnchen können, wenn die Hundeballen zu rau sind, schnell Wunden verursachen. Das in die Wunde eintretende Salz verursacht dann Schmerzen. Vielen Hunden brennt das Salz an den Ballen so stark, dass sie versuchen, auf drei Beinen zu laufen.
Anstatt Hundebalsam und -spray verwenden einige Tierliebhaber auch Vaseline aus der Drogerie oder Apotheke als Pfotenschutz. Auch Hirschtalg ist ein altbewährtes Hausmittel zur Vorbeugung. Das graue, spröde Fett ist ebenfalls in Drogerien oder auch in Globetrotter-Geschäften (Xenofit-Hirschtalgcreme, 125 mg, 5,45 Euro) erhältlich. Es verschließt auch gefährdete Wundrisse an den Ballen und beugt so einem Eindringen von Salz vor. Ein anderes Mittel, das oft empfohlen wird, ist Melkfett. Es stößt Feuchtigkeit ab, ist aber flüssiger und günstiger als Hirschtalg. Im Supermarkt kosten 100 Milliliter in der Regel deutlich weniger als ein Euro.
Nach einem Spaziergang im Winter ist es gut, die Pfoten mit lauwarmem Wasser abzuwaschen, um Salzrückstände zu entfernen. Danach kann wiederum Pflegemittel aufgetragen werden. Beim Abduschen der Pfoten werden auch lästige Eisklumpen entfernt, die sich zwischen den Zehen festsetzen können. Lange Haare an den Pfoten sollten auf keinen Fall abgeschnitten werden - das führt leicht zu Reizungen. Lässt sich längeres Laufen auf gestreuten Wegen nicht vermeiden, sind die Tiere empfindlich oder haben sich bereits Wunden an den Pfoten zugezogen, ziehen Hundebesitzer ihren Lieblingen auch so genannte Booties, Hundeschuhe, an. Sie werden in der Arktis für Schlittenhunde benutzt. Deshalb findet man sie - außer in den meisten Hundesportläden - am besten im Internet unter Stichworten wie "Sleddog" oder "Schlittenhunde-Zubehör". Ein Bootie kostet zirka drei Euro. Für den Notfall hilft aber auch erst einmal eine am Lauf abgeklebte Plastiktüte.
Die Art und die Dauer der Fellpflege sowie die Wahl der Pflegewerkzeuge hängen vom Felltyp des Hundes ab. Bei langhaarigen Hunden, die ein Winterfell mit dichter Unterwolle bekommen, wie zum Beispiel Schäferhunde, pflegt Bürsten besser als Kämmen; denn dabei wird oft zu viel Unterwolle mit herausgerissen. Hundebesitzer tun ihrem langhaarigen Freund Gutes, wenn sie ihn jeden Tag bürsten, insbesondere während des Haarwechsels gegen Ende des Jahres, der etwa fünf Wochen dauert.
Es ist bekannt, dass bei häufigem Bürsten die Hautdurchblutung angeregt wird und die neuen Haare schneller nachwachsen. Abgestorbene Haare werden entfernt und verklumpen nicht auf der Haut, die Luft kann so besser zirkulieren. Das ist wichtig für die Wärmeregulation des Hundefells und auch Hautprobleme bekommt der Hund so seltener. Allerdings sollte man nicht so fest aufdrücken beim Bürsten, raten Experten, da man sonst nicht nur abgestorbene Haare, sondern auch die nachwachsenden Haare herausreißt.
Ein besonderes Augenmerk muss beim Bürsten auf das Fell hinter den Ohren, zwischen den Beinen und im Schwanzbereich gelegt werden, da das Fell dort leicht verfilzt. Allerdings sind Hunde hier auch besonders empfindlich. Daher sollte man Welpen schon frühzeitig daran gewöhnen, dass auch diese Stellen gründlich durchgearbeitet werden. Die kleinen Fellknoten sollten Hundebesitzer am besten mit den Fingern zerdrücken, bevor Sie weiterbürsten - das ist für den Vierbeiner angenehmer. Nach dem Bürsten - so der Rat einiger Experten - kann das Fell mit einem in verdünntem Apfelessig getauchten Fensterleder abgerieben werden. Dadurch wird Staub entfernt und durch die enthaltende Säure entsteht bei regelmäßiger Anwendung ein besserer Entzündungsschutz der Haut. Schöner Nebeneffekt: Das Fell glänzt durch die Anwendung.
Nach jedem Spaziergang im Schnee sollten Herrchen und Frauchen ihren Hund mit einem Handtuch trocken reiben. Haben sich Schneeklumpen an der Brust, den Ohren oder unter dem Schwanz gebildet, hilft ein angewärmtes Handtuch auf den betroffenen Partien oder der Einsatz eines Föns. Schneeklumpen vorbeugen können Hundeliebhaber vor dem Spaziergang mit einer hauchdünnen Schicht Vaseline oder Melkfett. Baden ist grundsätzlich nicht zu empfehlen, da das durch Heizungsluft im Winter strapazierte Haarkleid zusätzlich ausgetrocknet und brüchig wird.
Quelle: Kundenzeitung HundeSchnauze der Uelzener Versicherungen