13:06
Katzen – egal ob männlich oder weiblich – erreichen ihre Geschlechtsreife im Durchschnitt zwischen dem fünften und achten Lebensmonat. Jedoch ist die körperliche Entwicklung der Samtpfoten erst einige Monate später abgeschlossen.
Die Geschlechtsreife von weiblichen Katzen erkennt man am deutlichsten an der „Rolligkeit“ oder „Raunze“. Katzen sind in dieser Zeit sehr unruhig, sie wälzen und rollen sich über den Boden, miauen und schreien. In vielen Fällen urinieren sie in der Wohnung und markieren Gegenstände.
Bei Katern zeigt sich die Geschlechtsreife durch territoriales Verhalten. Zum Beispiel durch Markieren des Reviers, Verspritzen von Urin und Reiben an viel besuchten Stellen. Sie werden aggressiver und reagieren mit Drohgebärden. Sie suchen nach paarungsbereiten Weibchen und bleiben dafür oftmals mehrere Tage „außer Haus“. Sie messen sich mit Katern, was in richtigen Kämpfen enden kann – eine Tatsache, die langfristig, zumindest bei Freigängern, eine Kastration unvermeidbar macht!
Wann genau die Geschlechtsreife bei Katzen eintritt, hängt auch immer mit der Rasse der Katze zusammen. Die Abessiner-Katze oder auch die Heilige Birma können schon mit 5-6 Monaten Junge bekommen. Perserkatzen hingegen sind erst mit 7-8 Monaten geschlechtsreif.
Und auch die Haltung der Katze hat Einfluss auf die körperliche Entwicklung: In der Wohnung gehaltene, ausgewachsene Kater sind zum Beispiel oft anschmiegsamer, weniger aggressiv und ruhiger als Katzen, die unabhängiger und Fremden gegenüber reservierter sind.