Katzen-News

02.12.2009

16:31

Frostschutzmittel ist hochgiftig für Katzen!

Für Autofahrer ist es ein Segen: Frostschutzmittel. Meist besteht es aus Ethylen Glukol, einer Substanz, die für Katzen hochgiftig ist. Bereits ein Teelöffel voll kann zu schwerem, meist tödlichem Nierenversagen führen. Besonders fatal: Ethylen Glukol riecht und schmeckt süßlich und wird deshalb von Katzen gern aufgenommen.

Bei der Verwendung von Frostschutzmitteln ist daher höchste Vorsicht geboten. Bilden sich kleine Pfützen neben dem Auto, weil beim Einfüllen etwas verschüttet wurde, kann das für die eigene oder des Nachbars Katze bereits tödliche Folgen haben. Auch angebrochene Frostschutzmittelflaschen, die nicht fest verschlossen und sicher aufbewahrt werden, sind ein Risiko.

Erbrechen und Koordinationslosigkeit sind typische Vergiftungserscheinungen


Im Falle einer Vergiftung durch Frostschutzmittel treten die ersten Symptome oft schon eine halbe Stunde nach der Aufnahme des Ethylen Glukols auf. In manchen Fällen kann es aber auch erst bis zu zwölf Stunden später zu den ersten Vergiftungserscheinungen kommen. Typische Anzeichen sind Erbrechen, Koordinationslosigkeit, Krämpfe, beschleunigte Atmung, verstärkter Durst und häufiges Absetzen von Urin.

Eine vermeintliche Besserung der Symptome kann nach einigen Stunden von alleine eintreten, doch zwölf bis vierundzwanzig Stunden später kommt es dann zu einem akuten und meist tödlichen Nierenversagen. Treten die oben genannten Symptome auf, sollte die Katze umgehend einem Tierarzt vorgestellt werden.

Viele Katzen behalten einen lebenslangen Nierenschaden


Der Tierarzt kann bis zu zwei Stunden nach der Giftaufnahme medikamentell Erbrechen bei der Katze hervorrufen und Magenspülungen vornehmen. Um das im Magen verbliebene Ethylen Glukol zu binden und die Aufnahme in den Blutkreislauf zu verzögern, wird er Kohle-Tabletten verabreichen. Unglücklicherweise wird Ethylen Glukol schnell im Magen resorbiert und es sind vor allem die Stoffwechselprodukte des Giftes, die den größten Schaden anrichten. Unter strenger tierärztlicher Überwachung wird der Stoffwechselweg durch die Gabe von Alkohol blockiert. Infusionen unterstützen die Nierenfunktion und beschleunigen die Ausscheidung des Gifts.

Wie gut die Prognosen bei einer Vergiftung durch Ethylen Glukol sind, hängt davon ab, wie groß die Menge des aufgenommenen Giftes ist und wie schnell eine fachkundige Behandlung eingeleitet wurde. Liegen zwischen Aufnahme des Gifts und Behandlung nur wenige Stunden, sind die Erfolgsaussichten gut. Zeigt sich jedoch bereits ein akutes Nierenversagen, überleben die meisten Katzen nicht. Viele Katzen, die die Vergiftung überleben, behalten einen Nierenschaden zurück.

Tierfreunde sollten weniger giftige Frostschutzmittel verwenden


Mittlerweile wurden in vielen Frostschutzmittel das tödliche Ethylen Glukol durch das weniger gefährliche Propylen Glukol ersetzt. Zwar ist auch dieser Inhaltsstoff giftig, jedoch müssen Katzen sehr viel mehr davon aufnehmen, damit es zu einer Vergiftung kommt. Tierfreunde sollten daher auf Frostschutzmittel mit Ethylen Glukol lieber verzichten.


Online-Tarif-Rechner

Finden Sie in drei kurzen Schritten heraus welches unserer Angebote am besten zu Ihnen passt.
Oder setzen Sie sich gleich mit uns in Verbindung!
» Informationsanforderung

Newsletter

Tragen Sie sich bei unserem Newsletter ein, um kostenlos Neuigkeiten aus der Tierwelt, Versicherungen und Vorsorge von der Uelzener zu erhalten.

Schnellzugriff

Callback

Wir rufen Sie kostenlos zurück!
» Callback