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So hatten es sich die Teilnehmer gewünscht: Beim unlängst in Frankfurt abgehaltenen Tollwutsymposium durfte auf die Feststellung der Tollwutfreiheit angestoßen werden. Nach knapp 25-jährigem Kampf gegen die gefährliche Krankheit hatten sich am 5. November Experten aus Deutschland und weiteren Ländern auf Einladung des Bundeslandwirtschaftsministeriums zusammengefunden, um den Erfolg zu würdigen und sich über die jahrelangen Bemühungen auszutauschen.
Der große Tag lag da allerdings schon hinter den Mitstreitern, denn bereits seit dem 28. September gilt Deutschland offiziell als Tollwut frei und wurde von der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) in den Kreis der Länder ohne Tollwutfälle aufgenommen. Vorraussetzung dafür war die Erfüllung der Vorgaben des Tiergesundheitskodex für die Landtiere des OIE. Danach darf in den letzten zwei Jahren vor der Anerkennung kein Fall von Tollwut bei Menschen oder Tieren festgestellt worden sein. Der letzte Tollwutfall in Deutschland datiert auf den 3. Februar 2006 und betraf einen Fuchs im Kreis Mainz-Bingen (Rheinland-Pfalz).
Die Gefahr einer Übertragung der Tollwut auf einzelne Menschen ist damit gebannt. Der Virus, der das zentrale Nervensystem infiziert, wurde immer wieder durch Bisse von infizierten Füchsen, Hunden oder Katzen weitergegeben. Für betroffene Menschen hatte dies zumeist tödliche Folgen.
Im langen Kampf gegen den Virus führten vor allem aufwändige Impfprogramme zum Erfolg. Dabei kamen im In- und Ausland sogar Flugzeuge zum Einsatz, um die Auslegung der Köder per Hand zu unterstützen. Die Impfstoffe der Werke Dessau-Tornau sorgten schließlich dafür, dass Neuinfektionen bei Füchsen ausblieben und folglich auch keine Übertragungen auf andere Arten auftraten.
Der weltweite Kampf gegen die Tollwut dauert unterdessen weiter an. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben noch immer mehr als 55.000 Menschen pro Jahr an den Folgen einer Tollwut-Infektion.