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Insbesondere Schweine, Rinder und Pferde sind durch das Jacobskreuzkraut bedroht. Denn die Giftpflanze ist nicht nur im frischen Zustand giftig. Ihre gefährlichen Pyrrolizidin-Alkoaide sind auch bei der getrockneten Pflanze im Futterheu oder der Silage noch schädlich. Insbesondere Schweine reagieren auf das Gift sehr empfindlich. Besonders tückisch: Meist tritt die Vergiftung schleichend und unerkannt auf, führt durch die relativ niedrige Dosierung, aber regelmäßige Aufnahme zu chronischen Erkrankungen. Denn die giftigen Alkoloide lagern sich in der Leber an und führen zu einer sich nur langsam ausbreitenden Lebervergiftung mit unspezifischem Erscheinungsbild.
Das Jacobskreuzkraut ist eine sehr langlebige Pflanze, sie kann bis zu acht Jahre in Folge wiederkehren und vermehrt sich durch unzählige Samen, die über den Wind verbreitet werden, besonders schnell. Insbesondere auf extensiv genutzten Rindeweiden und auf Pferdeweiden siedelt sich das gefährliche gelbe Kraut besonders oft an.
Bei der Bekämpfung des Jacobskreuzkrauts ist eine penible Weidepflege unumgänglich. Einzelpflanzen sollten umgehend ausgestochen und entfernt werden, bevor sie sich ausbreiten können. Bei größeren Flächen von Jacobskreuzkraut sollte zweimal, jeweils vor der Blüte der Pflanze, gemäht werden, um das Kraut zurück zu drängen. Die Maht sollte dabei nicht zu früh erfolgen, da sich das Kraut sonst wieder erholen kann. Bei besonders großflächiger Ausbreitung wird oft zu chemischen Mitteln gegriffen. Beim Einsatz von Herbiziden sollten die Risiken jedoch vorher mit der Spezialberatung der Landwirtschaftskammer abgestimmt werden.
Da sich Jacobskreuzkraut besonders gerne auf brachliegenden Bodenflächen ausbreitet, ist es zur Vorbeugung besonders wichtig, eine nahtlose, gepflegte Wiesenfläche zu erhalten. In einem derartig geschlossenen Boden kommt der Same des Jacobskreuzkrauts erst gar nicht dazu, zu keimen. Insbesondere bei der jahrelangen extensiven Nutzung als Rinderweide oder bei der Beweidung durch Pferde ist die Vermeidung von Lücken im Gras besonders schwierig. Deshalb sollte darauf geachtet werden, dass regelmäßig nachgesät wird.
Die Maht von Flächen, auf denen Jacobskreuzkraut wächst, darf natürlich nicht verfüttert werden. Die Maht kann aber in der Biogasanlage verwendet werden, denn hier verlieren die Samen des Jacobskreuzkrauts ihre Keimfähigkeit.