Landwirtschafts - News

10.06.2009

10:20

Gefahr durch das giftige Jakobskreuzkraut


Auch in diesem Jahr breitet sich das giftige Jakobskreuzkraut aus. Laut Landwirtschaftskammer des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen sind vor allem wenig genutzte Weiden, Brachflächen, Wegränder und Böschungen betroffen. Das Jakobskreuzkraut, oder Jakobsgreiskraut, ist besonders gefährlich, weil es auch nach der Verarbeitung - etwa zu Heu - seine giftige Wirkung behält. Da auch Reste der Pflanze zu Leberschäden führen können, sei von einer Verfütterung unbedingt abzusehen.

Pferde und Rinder besonders betroffen


Besonders betroffen sind Pferde und Rinder, die auf das Kraut empfindlicher reagieren als Ziegen und Schafe. Besonders gefährlich: Viele Tiere fressen die zunächst unscheinbaren Pflanzen auf der Weide - und zwar vor der Blütezeit, wenn sie besonders giftig sind. Später rühren sie das dann hochgewachsene Kraut mit seinen gelben Blüten nicht mehr an.

Regelmäßiges Mähen stoppt Ausbreitung


Der Grund, warum sich die Pflanzen vor allem auf ungenutzten Flächen ausbreiten, liegt auf der Hand: Schließlich müssen die Blüten erst Samen bilden, um das Kraut zu vermehren. Auf genutzten, häufig gemähten Weiden besteht also keine Gefahr. Die Landeskammer rät deshalb dazu, gerade Pferdeweiden sorgsam zu pflegen.

Um ganz sicher zu gehen, sollten Jakobskreuzkrautpflanzen ausgestochen und auch Pflanzenreste entsorgt werden - und zwar inklusive Wurzel, um eine erneute Ausbreitung zu vermeiden.


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