Landwirtschafts - News

05.01.2010

10:09

Klimaschutz in der Landwirtschaft

Die verblüffend einfache Lösung sei, bestimmte Sorten der heute bereits angebauten Feldfrüchte in der einer bestimmten Anordnung auf den Feldern zu pflanzen. In der Fachzeitschrift „Current Biology“ präsentierten die Wissenschaftler einen Ansatz zum Klimaschutz in der Landwirtschaft, der nicht auf Kosten der Nahrungsmittelproduktion gehen würde.

Die Wissenschaftler haben errechnet, dass mit ihrer Methode die Erderwärmung um gut ein Grad Celsius gemildert werden könnte - statt teurer und aufwändiger Verfahren würden die vorhandenen Gegebenheiten möglicherweise bereits reichen, wenn die Felder nur auf die richtige Weise bewirtschaftet würden.

Die Auswahl der richtigen Sorte könnte die Erderwärmung bereits dämpfen

Richtig bewirtschaften, das würde in der Praxis zweierlei bedeuten: Zum einen die Auswahl bestimmter Sorten von Feldfrüchten, da bestimmte Sorten derselben Art das Sonnenlicht unterschiedlich stark zurückwerfen. Das alleine würde die Erderwärmung bereits erheblich dämpfen. Bestimmte Sorten von Gerste besitzen beispielsweise wachshaltige Blätter, die das Sonnenlicht besonders gut reflektieren.

Zum zweiten wird die Schattenfläche, die Pflanzen auf den Boden werfen, durch die Anordnung ihrer Blätter bestimmt. Pflanzen mit Blättern, die auf eine bestimmte Art angeordnet sind, können demnach die Erwärmung der Erde zusätzlich aufhalten. Insbesondere bei Mais wirkte sich die Anordnung der Blätter viel deutlicher aus, als die Forscher es erwartet hatten.

Weder Qualität noch Quantität der Nahrungsmittelproduktion leiden

In den nächsten 100 Jahren könnten laut der Berechnungen der britischen Forscher allein durch eine derartige Bewirtschaftung der Felder 195 Milliarden Tonnen Kohlendioxid weniger produziert werden. Ebenfalls möglich sei es, zusätzliche neue Pflanzensorten zu züchten, deren Anbau für das Klima noch günstiger wäre, die aber natürlich ebenfalls als Nahrungsmittel dienen würden. Denn den Hauptvorteil sehen die Forscher darin, dass weder Qualität noch Quantität der Nahrungsmittelproduktion leiden müssten.


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