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Im Zeitraum vom 1998 bis 2008 ist die Zahl der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft demnach um 15,6 Prozent gesunken. Im Jahr 2008 haben rund 150 000 weniger Menschen zwischen 15 und 64 Jahren in der Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischerei gearbeitet als noch zehn Jahre zuvor. Rund 817 000 Deutsche arbeiten derzeit hauptberuflich in der Landwirtschaft, weitere 25.000 führen nebenberuflich einen landwirtschaftlichen Betrieb.
Insbesondere die Klein- und Familienbetriebe verzeichnen einen starken Rückgang: um 21,8 Prozent ging die Zahl der kleinen landwirtschaftlichen Unternehmen zwischen 1998 und 2008 zurück. Immer weniger Familienmitglieder arbeiten im familieneigenen Kleinbetrieb, immer mehr kleine landwirtschaftliche Betriebe sind gezwungen, aufzugeben. Auch die Zahl der selbstständigen Landwirte ohne Beschäftigte ging zurück.
Im Bereich der Tierhaltung sieht die Lage dagegen ganz anders aus: um 47,1 Prozent nahm hier die Zahl der Erwerbstätigen zu. Auch der reine Pflanzenanbau verzeichnete ein leichtes Plus von 1,8 %. Im Trend liegen offenbar ebenfalls landwirtschaftliche und gärtnerische Dienstleistungen mit einem Zuwachs von 7,9 %.
Ein Auslaufmodell scheint die gemischte Landwirtschaft mit Tierhaltung und gleichzeitigem Ackerbau zu sein: Hier arbeiten immer weniger Menschen, im Vergleich zu 1998 gab es 2008 39,2% weniger Beschäftigte. Experten erkennen hier den klaren Trend weg von gemischten landwirtschaftlichen Betrieben und hin zu spezialisierten Betrieben. Ein weiterer Trend: Der Frauenanteil in der Landwirtschaft ging von 37% auf 32% zurück.