Pferd & Reiter - News

01.03.2009

11:14

Die Sprache der Pferde verstehen

Wenn Pferd und Reiter kommunizieren, dann meist über Körperkontakt oder gutes Zureden von menschlicher Seite. Doch auch unsere Pferde haben ihre eigene Sprache, und wer aufmerksam ist, kann daraus die Bedürfnisse seines Tieres besser ableiten und verstehen.

Die vielleicht bekanntesten Pferdelaute, die wir als "Wiehern" bezeichnen, kann Mensch dabei eigentlich vernachlässigen. Denn dadurch machen Pferde lediglich Artgenossen auf sich aufmerksam, die weiter entfernt grasen oder in Bewegung sind. Spannender sind da schon die tiefen Brummtöne: Mit ihnen heißen Pferde ihre Fohlen willkommen. Wer als Halter oder Reiter so begrüßt wird, darf sich daher als vertraute Person fühlen.  Ein schrilles Quieken ist hingegen ein Ausdruck von ärger, den man unbedingt ernstnehmen sollte.

Auch Körpersprache richtig deuten

Signale senden Pferde allerdings nicht allein durch Töne aus, auch mit verschiedenen Köperteilen wird kommuniziert. So bedeuten leicht nach hinten gestellte Ohren Entspannung, während gespitzte Hörorgane Interesse signalisieren. Höchste Anspannung bewirkt ein wahres "Ganzkörpersignal": Hals und Kopf gehen in die Höhe, die Nüstern weiten sich, der Rücken ist gespannt und der Schweif zeigt nach oben. Vorsicht ist wiederum geboten, wenn Ihr Pferd die Ohren flach nach hinten anlegt, den Hals und Kopf durchstreckt und die Lippen zusammenzieht.

Am Pferdemaul die Stimmung ablesen

Überhaupt lässt sich vom Maul eines Pferdes ablesen, in welcher Stimmung es gerade ist: Eine angespannte Unterlippe drückt Unwillen aus, stark aufeinander gepresste Lippen sogar Schmerz oder Unwohlsein. Im Schlaf ist das Maul hingegen ganz entspannt und locker. Und eine gespitzte Oberlippe, die deutlich vorgestellt ist, signalisiert eine freundschaftliche Stimmung.

Als Warnung sollte man auch bestimmte Beinbewegungen verstehen: Stampft das Pferd mit den Vorderhufen, deutet dies auf Verärgerung oder sinkende Geduld hin. Und wenn ein Hinterbein bis unter den Bauch angehoben wird, heißt es gar: Abstand halten! Spätestens wenn dieses Signal falsch gedeutet wird, lernen Reiter übrigens von allein, mehr auf die Sprache der Pferde zu hören.

 


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