Pferd & Reiter - News

02.12.2009

16:35

Pferd und Stall auf den Winter vorbereiten

Wer sein Pferd auch im Winter beschlagen lassen möchte, sollte vom Hufschmied Schneegrips unter die Hufeisen nageln lassen. Denn in den Hufeisen sammelt sich sonst Schnee, der sich zu dicken, rutschigen Eisklumpen verhärtet und damit zu einem unkalkulierbaren Risiko wird. Der Gummiwulst der Schneegrips bewegt sich bei jedem Schritt des Pferdes, schleudert den Schnee heraus und verhindert somit das Bilden von Klumpen.

Die Futterration sollte jetzt neu bemessen werden: An kalten Tagen benötigen Pferde mehr Futter. Die tägliche Heuration kann meist um etwa ein Kilogramm erhöht werden. Pferde, die bis jetzt mit einer Übergangsdecke eingedeckt wurden, sollten nun eine dickere Winterdecke erhalten. Bei Robustrassen, die ein längeres Winterfell entwickelt haben, sollte erwogen werden, das Pferd zu scheren, wenn es auch im Winter regelmäßig gearbeitet werden soll – denn Pferde mit Winterfell schwitzen viel schneller und trocknen nach der Arbeit langsamer; es drohen Erkältung und Lungenentzündung.

Bei geschorenen Pferden muss auf die richtige Eindeckung geachtet werden

Bei geschorenen Pferden ist es natürlich besonders wichtig, auf die richtige Eindeckung zu achten und die Futterration anzupassen. Mit geschorenem Fell frieren Pferde noch schneller und benötigen mehr Energie.

 

Doch nicht nur das Pferd, sondern auch seine Umgebung müssen auf den Winter vorbereitet werden. Die Tränken müssen jetzt täglich kontrolliert werden. Heizsysteme werden am Besten schon vor dem ersten Nachtfrost aktiviert, damit die Wasserleitungen nicht einfrieren. Unbeheizte Außentränken sollten abgestellt werden, hier muss manuell für frisches Wasser gesorgt werden.

 

Futtervorräte und Saftfutter wie Möhren müssen frostsicher untergebracht werden. Auch die Putzkoffer sollten kontrolliert werden: Was kann einfrieren und sollte für die Wintersaison ausgeräumt werden?

Koppel, Reitplatz und Halle sollten wintersicher gemacht werden

Die Koppeln sollten vor dem Winter noch einmal gründlich geglättet werden. Der erste Bodenfrost lässt Unebenheiten sonst zu harten, spitzen Gefahrenquellen werden.Auch der Boden von Reitplatz und Reithalle sollte, eventuell durch spezielle Zusätze, winterfest gemacht werden. Auch bei Ausritten muss jetzt der Boden gut im Auge behalten werden, damit eine angemessene Geschwindigkeit gewählt werden kann und der Geländeritt nicht zur Rutschpartie wird. Auf langsamen Schritt-Ausritten sollte das Pferd besser mit einer Nieren- oder Abschwitzdecke vor Auskühlung geschützt werden.

 

 


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