Pferd & Reiter - News

12.09.2008

11:14

Russisches Roulette: Ziersträucher am Pferdestall

Immer wieder hübsch, diese Rhododendren vor den Boxenfenstern, und sogar Eiben hat mancher pflichtbewusste Hofbesitzer gepflanzt, als die Eibe "Baum des Jahres" war. Dass er mit diesen Pflanzen alle Pferde des Hofes in tödliche Gefahr bringt, hat er sich nicht überlegt, und außerdem: "Da, wo die Büsche stehen, soll ja auch kein Pferd herumlaufen!" Doch es reicht ein Losreißen vom Anbindebalken, ein im Vorbeiführen genaschter Eibenzweig - im schlimmsten Falle verendet das Pferd, im günstigeren Falle bleiben vielleicht dauerhafte Schäden an inneren Organen zurück.
Es ist Leichtsinn und Unvernunft, auf Pferdehöfen giftige Pflanzen zu setzen. Dringend zu verzichten ist auf Thuja, Akazien, Oleander, Pfaffenhütchen, Seidelbast, Stechapfel, Ilex, Walnuss, Berberitze, Buchsbaum, Efeu, Eibe, Ginster, Goldregen, Kirschlorbeer, Liguster, Sadebaum und Zedern, um nur einige der für Pferde gefährlichsten Pflanzen zu nennen. Es gibt eine ganze Reihe einheimische, ungiftige Pflanzen wie etwa Weißdorn (Hagdorn), verschiedene Wildrosenarten, Weiden, Forsythien, Schlehen, Fingersträucher, Obstbäume oder Haselnusssträucher, die alle ebenfalls sehr schön blühen, attraktiv und eine Zierde des Hofes sind und dabei den Pferden nicht schaden. Besonders hervorzuheben ist der Holunder, der von Pferden im Allgemeinen nicht angenagt wird, sodass er auch direkt an Paddockzäunen unbehelligt bleibt, wo er durch seinen Geruch im Sommer Insekten vertreibt.


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