Pferd & Reiter - News

05.01.2009

11:14

So kommen Pferde durch die frostigen Tage

Wer keine Halle hat, steht im Winter vor einem Problem, wenn er sein Pferd geschmeidig und fit halten möchte. Doch es gibt verschiedene Möglichkeiten, Pferde auch bei gefrorenem Boden zu gymnastizieren.

Wenn die Tage kürzer werden

In kurzen Frostperioden bietet es sich an, alles etwas ruhiger angehen zu lassen und im Schritt ins Gelände zu gehen. Auf ebenem Boden können Sie dort im Schritt und über kurze Strecken auch im langsamen Trab Übergänge, Schulterherein, Kruppeherein und Renvers üben sowie Zick-Zack-Traversalen über den asphaltierten Wirtschaftsweg. Übertreiben Sie es nicht, sondern lockern Sie die Ritte einfach mit diesen Lektionen auf! Ein Ausritt im zügigen Schritt bei gut untersetzender Hinterhand und in Anlehnung, unterbrochen von gelegentlichen Haltparaden und Rückwärtsrichten, hat bereits einen gymnastizierenden Effekt.

Die Bodenbeschaffenheit

Hält sich der Frost länger, wird man nicht immer Zeit haben, bei Tageslicht auszureiten. Reitplätze mit Holzhackschnitzeln bleiben bei Frost wesentlich länger bereitbar als Sandplätze, die schnell zu harten Buckelpisten frieren. Wer keine Möglichkeit hat, zwei LKW-Ladungen Holzschnitzel auf seinen Reitplatz auszubringen, der kann sich behelfen mit einem abgezäunten Stück Wiese, auf dem noch mindestens zehn Zentimeter langes Gras steht: Solche Flächen sind, vorausgesetzt sie weisen keine Löcher oder Unebenheiten auf, einigermaßen benutzbar im Schritt, Trab und eventuell langsamen Kanter.

Sie sollten dann aber auch nach der Frostperiode wieder gesperrt und gewalzt werden, denn sobald der Boden auftaut, reißt jeder Tritt einen Krater, und beim nächsten Frost sind sie dann unbrauchbar. Die Grasnarbe wird auch bei hartem Frost durch das Bereiten geschädigt, sodass sich im Frühjahr Nachsaat und Walzen empfehlen.

Offenstallpferde sollten im Winter nicht schwitzen

Der Winter bietet sich insbesondere bei Offenstallpferden, die ohnehin nicht viel schwitzen dürfen, auch an für Bodenarbeit oder das Einüben von Kunststücken. Dazu brauchen Sie wenig Platz, meist genügt eine Ecke der Scheune oder des Auslaufs mit Naturboden oder Holzspänen, doch wie bei jeder guten Gymnastik können Sie mittels geeigneter Übungen bestimmte Muskelgruppen dehnen und lockern. Sinnvolle Lektionen sind zum Beispiel die Bergziege oder Seitengänge an der Hand.

Quelle: Kundenzeitung StallGeflüster der Uelzener Versicherungen

 


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