Single & Familien News

01.03.2010

10:25

Diabetes bei Kindern

Diabetes ist eine der häufigsten Erkrankungen weltweit. An der sogenannten Typ-1-Diabetes, die durch eine gestörte Insulinproduktion entsteht, können auch Kinder erkranken. Tatsächlich ist Diabetes die häufigste Stoffwechselerkrankung bei Kindern. Grundsätzlich kann Diabetes vom Typ 1 in jedem Kindesalter beginnen, jedoch sind Kinder zwischen fünf und sechs Jahren, zwischen zehn und dreizehn Jahren und zu Beginn der Pubertät am Häufigsten betroffen.

Die genauen Krankheitsursachen sind nicht bekannt, man vermutet jedoch, dass erbliche Faktoren ebenso eine Rolle spielen wie Immundefekte und äußere Einflüsse wie Stress oder Infektionen. Kinder und Jugendliche, die an Diabetes erkranken, haben gegenüber ihren gesunden Altersgenossen eine um etwa fünfzehn Jahre reduzierte Lebenserwartung. Die Dauertherapie basiert auf der Gabe von Insulin, der richtigen Ernährung, vernünftiger sportlicher Aktivität und allgemeiner Aufklärung über die Krankheit.

Erkrankte Kinder benötigen einen speziellen Diät- und Trainingsplan


Die Insulindosis wird unter medizinischer Aufsicht eingestellt, die tägliche Gabe des Insulins sollte zu einer Routine werden, die das Kind möglichst bald eigenständig – unter Aufsicht der Eltern - ausführen kann. Der Blutzuckerwert muss regelmäßig gemessen und in einem Plan dokumentiert werden, auch diese Tätigkeit sollte das Kind möglichst schnell selbst ausführen können. Einen detaillierten Diätplan sowie einen optimalen Trainingsplan erstellt am Besten der behandelnde Arzt gemeinsam mit Diätberater, Eltern und Patient.

Die Ernährung sollte grundsätzlich ausgewogen und abwechslungsreich, dabei aber besonders ballaststoffreich sein und langsam verdauliche Kohlenhydrate enthalten. Tierische Fette und direkt verwertbarer Zucker sollten gemieden werden. Bei zu hohen Insulindosen, großer körperlicher Anstrengung oder nicht ausreichenden Mahlzeiten kann es zu einer Unterzuckerung kommen, die zu Schwäche und in schweren Fällen zu Bewusstlosigkeit führen kann. Für derartige Notfälle sollte das Kind immer eine Ration Traubenzucker bei sich haben.

Betroffene Familien sollten das Umfeld informieren


Bewegung sollte für das Kind eine auf natürliche Weise in den Alltag integrierte Beschäftigung sein. Sie ist besonders wichtig, um das Körpergewicht zu halten und den Blutzuckerspiegel gering zu halten. Besonders eigenen sich Sportarten, die den Kreislauf stärken, wie beispielsweise Laufen, Radfahren, Rudern oder Schwimmen. Unmittelbar vor dem Sport muss die Insulindosis reduziert werden, da sonst die Gefahr eines abfallenden Blutzuckerspiegels besteht. Bei höherer Aktivität sollte das Kind Fruchtsäfte, Brot und andere Kohlenhydrate zu sich nehmen – dies muss aber im Einzelfall mit Fachberatern geklärt werden.

Familien, die ein an Diabetes erkranktes Kind haben, sollten eng mit Ernährungsberatern, Ärzten und Spezialisten zusammenarbeiten, auch der Besuch einer Selbsthilfegruppe empfiehlt sich. Je mehr Informationen über die Krankheit verfügbar sind und je konsequenter diese im Alltag umgesetzt werden, desto höher ist die Lebensqualität für das betroffene Kind. Wichtig ist auch, das Umfeld des Kindes über seien Erkrankung zu informieren, damit es im Bedarfsfall rechtzeitig und korrekt reagieren kann.


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