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Tränende, juckende rote Augen, geschwollene Nasenschleimhäute und Schnupfen, Müdigkeit und allgemeine Erschöpfung - so äußert sich eine Allergie gegen Pollen auch bei Kindern. Meist treten die Symptome im Frühjahr und Frühsommer auf, wenn die meisten allergisierenden Pflanzen blühen. Bei Schulkindern kann oft ein rapider Leistungsabfall in der Schule beobachtet werden, der von allgemeiner Unlust, Konzentrationsschwierigkeiten und oft auch von Unruhe und Nervosität begleitet wird. Rund ein Fünftel aller Kinder, die von Heuschnupfen betroffen sind, erkranken in der Folge auch an allergischem Asthma.
Ursache für Heuschnupfen ist eine Überreaktion des Immunsystems. Die Abwehrzellen produzieren Antikörper gegen bestimmte Pollen, der Körper schüttet beim Kontakt mit diesen Pollen den Entzündungsstoff Histamin in großen Mengen aus. Die Folge: Das Kind fühlt sich schlapp und krank. Eine Blutuntersuchung bringt Sicherheit darüber, ob tatsächlich Heuschnupfen vorliegt. Eine Differentialdiagnose mit einer genauen Bestimmung der allergisierenden Pollenarten ist mit dem sogenannten Prick-Test möglich.
Beim Prick-Test werden verschiedene, in Wasser gelöste Pollenarten auf die angeritzte Haut am Unterarm aufgetragen. Ist eine allergieauslösende Pollenart dabei, zeigt sich nach spätestens 20 Minuten an der betreffenden Hautstelle eine Hautreaktion, meist in Form einer juckenden Rötung oder Schwellung. Heuschnupfen lässt sich relativ gut medikamentös behandeln. Akute Reaktionen können mit antiallergischen Medikamenten rasch gehemmt werden. Der Nachteil: Viele Antihistaminika machen Kinder sehr müde. Leichtere Beschwerden sollten deshalb lieber örtlich in Form von lindernden Augentropfen oder Nasenspray behandelt werden.
Die kurzfristige Gabe von abschwellenden Nasensprays kann bei stark beeinträchtigter Nasenatmung sinnvoll sein. Von einer längerfristigen Anwendung ist jedoch abzuraten, da die Schleimhäute sich an den Effekt der abschwellenden Wirkstoffe gewöhnen und nach dem Absetzen des Medikaments erneut zuschwellen.
Als vorbeugendes Medikament bei einer bekannten Pollenallergie hat sich Cromogylcinsäure bewährt. Dieses Präparat kann als Spray oder Tropfen verabreicht werden und ist auch bei Kindern ausgesprochen gut verträglich. Der Nachteil: Cromogylcinsäure wirkt nur, wenn es vor dem Eintreten der ersten Beschwerden eingesetzt wird. Ist ein Kind nur auf wenige Pollenarten allergisch, lohnt es sich auch möglicherweise, über eine Hypersensibilisierungsmaßnahme nachzudenken. Über alle möglichen Behandlungsmethoden informiert der Kinderarzt.
Die beste Methode, beschwerdefrei über die Heuschnupfenzeit zu kommen ist, den Pollen zu meiden. Pollenflugkalender informieren über die kritischen Zeiten. Das tägliche feuchte Wischen in der Wohnung sowie häufiges Wechseln der Kleidung ist bei Allergikern besonders wichtig.