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Mit Babies zu spielen heißt nicht etwa, für sie den Alleinunterhalter zu geben, sie mit möglichst vielen, möglichst ausgefallenen Spielsachen zu konfrontieren oder ihnen das lustige Spielzeug kurzerhand in die Händchen zu drücken. Babies können wunderschön spielen, wenn man ihnen den Freiraum lässt, den sie brauchen, sie nicht überfordert und sich in ihre aktuellen Bedürfnisse einfühlt.
Zuviel Animationsprogramm überfordert Kinder, das gilt in den ersten zwölf Monaten umso mehr. Dreht das Baby den Kopf weg, wenn die Eltern Grimassen schneiden oder ihm eine Rassel geben wollen, fängt es gar an zu weinen, ist das ein Zeichen, dass Spielen jetzt nicht angebracht ist. Nur, wenn das Kind entspannt ist, wird seine natürliche Lust zu Spielen von ganz alleine wieder wach.
Babies brauchen die Nähe ihrer Eltern, deshalb sollten Spiele auf dem Schoß von Mutter oder Vater immer bevorzugt werden. Auch in den ersten zwölf Monaten können sich Babies völlig in ein Spiel oder die Untersuchung eines Gegenstandes vertiefen. Bevor man sie unterbricht, sollte man sie möglichst von vorne freundlich ansprechen und die Unterbrechung ankündigen, um sie nicht zu erschrecken.
Viele Eltern meinen es besonders gut und möchten ihr Kind schon früh fördern, wo es nur geht. Doch Pädagogen sind dem Fördergedanken und entsprechendem Förderspielzeug gegenüber skeptisch. Denn Babies lernen von ganz alleine im Spiel. Setzt man sie mit Erwartungen unter Druck, hemmt sie das eher in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit und Kreativität.
Im ersten Lebensjahr beginnen Kinder, durch das Nachahmen von Geräuschen und Lauten, sich langsam an die Sprache heran zu tasten. Es ist ganz natürlich, dass sie in dieser Phase bevorzugt Gegenstände mit dem Mund erkunden, Spielzeug immer wieder in den Mund stecken.
In den ersten drei Lebensmonaten benötigen Babies noch kein Kinderspielzeug. Lustige Grimassen der Eltern, Kinderlieder, Kinderreime, Fingerspiele, Mobiles und das Nachahmen der Baby-Laute sind jetzt genau das, was das Kind für seine Entwicklung braucht. Mit drei bis sechs Monaten erkunden Babies mit Vorliebe ihre Umwelt mit den Händen und entdecken ihre Sinneswahrnehmung. Jetzt sind Spielzeuge, die zum Greifen anregen, sinnvoll, aber auch mit allem, was sich tasten, hören, sehen lässt sollte spielerisch experimentiert werden. Auch das Verstecken und Hervorzaubern von Gegenständen ist jetzt sehr beliebt. Alle Körperspiele, wie das laute Prusten auf dem Bauch oder sanftes Durchkitzeln, sorgen für Kinderlachen.
Mit sechs bis zwölf Monaten werden Babies langsam mobil und erkunden die Umwelt immer mehr eigenständig. Jetzt sind Bewegungsspiele wie „Hoppe Reiter“ angezeigt. Auch das Kennenlernen von weiteren Sinneseindrücken, von unterschiedlichen Materialien oder Gerüchen beschäftigt das Kind sehr. Eine der wichtigsten und beliebtesten Beschäftigungen aller Babies ist übrigens, auf dem Arm der Eltern mit herum getragen zu werden und auf diese Weise, ganz nah bei den Eltern, die Welt zu entdecken.