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Rund ein Drittel aller Grundschulabgänger können nicht schwimmen. Viele Eltern überlassen das Schwimm-Training der Schule, und in der Schule fällt der Schwimmunterricht oftmals aus oder weicht anderen Schulfächern. Die dramatische Folge: Nicht nur die Zahl der Nichtschwimmer, sondern auch die Zahl der Kinder, die durch Ertrinken sterben, nimmt zu.
Tatsächlich ist das Ertrinken derzeit die zweithäufigste Todesursache bei Kindern, häufigste Todesursache sind Verkehrsunfälle. Deshalb ist es besonders wichtig, dass Kinder frühzeitig an den Kontakt mit Wasser gewöhnt werden und rechtzeitig Schwimmen lernen.
Bereits mit Säuglingen sollten Eltern regelmäßig den Kontakt zum Wasser suchen. Baden und Planschen machen das Kind mit dem nassen Element vertraut, schaffen Sicherheit und ein Gefühl für den Umgang mit Wasser. Zuhause in der Badewanne, im Garten im Planschbecken, im Nichtschwimmerbecken des Freibads oder im Kinderbereich des Badesees können Kinder Erfahrungen sammeln, ihre Scheu vor dem Wasser ablegen und eigene Bewegungsmuster im Wasser ausprobieren. Wichtig dabei ist, dass Eltern ihren Kindern immer den freudigen Umgang mit Wasser vorleben und der Kontakt zum Wasser immer freiwillig ist.
Es versteht sich von selbst, dass Kleinkinder immer unter aufmerksamer Beobachtung bleiben müssen, wenn sie sich im oder am Wasser aufhalten – selbst wenn es nur flaches Wasser ist. Ein Kleinkind kann schon bei einer Wasserhöhe von rund fünf Zentimetern ertrinken. Auch Schwimmhilfen wie Schwimmflügel oder Schwimmreifen sind nur Hilfsmittel, die eine Aufsichtsperson niemals ersetzen können.
Erst im Alter von etwa fünf bis sechs Jahren besitzen Kinder die motorischen Fähigkeiten, um Schwimmen zu lernen. Es empfiehlt sich, das Schwimmtraining qualifizierten Schwimmtrainern zu überlassen. Öffentliche Schwimmbäder können den Kontakt zu Schwimmvereinen herstellen, die meist gerne über ihre Schwimmkurse informieren. Neben einem festen, vertrauenswürdigen Schwimmlehrer sollte auch darauf geachtet werden, dass die Gruppenstärke nicht zu groß ist – mehr als acht Kinder sollten nicht in einer Schwimmgruppe unterrichtet werden.
Ein guter Schwimmtrainer vermittelt seinen Schülern nicht nur Schwimmkenntnisse, sondern auch die Freude am Schwimmsport. Schwimmt das Kind auch außerhalb der Schule regelmäßig, ist das ideal für die Gesundheit, schützt vor Übergewicht, schafft viele soziale Kontakte zu Gleichaltrigen und stärkt das Selbstbewusstsein.