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Achal-Tekkiner - Rasseportrait Teil 11


Egal wo sie hinkommen, Achal-Tekkiner fallen überall auf. Ihr schmaler Körperbau und ihr golden schimmerndes Fell machen sie zu ausgesprochen schönen Pferden.

Achal-Tekkiner werden seit mehr als 2000 Jahren gezüchtet und gehören zu den ältesten Pferderassen der Welt. Sie stammen ursprünglich aus den Wüsten und Steppen Zentralasiens, genauer gesagt aus Turkmenistan, aus der großen Oase „Achal“. In dieser Gegend lebte das Nomadenvolk der Teke, das für das Überleben in der Wüste hervorragend geeignete Pferde züchtete. Die Teke lebten mit ihren Pferden eng zusammen in ihren Zelten, wobei die Pferde in den trocken-kalten Nächten der Wüste mit Filzdecken eingewickelt wurden, damit ihr Fell dünn blieb und sie tagsüber in der Hitze bei Belastung nicht zu stark schwitzten.

Das Auffällige an diesen Pferden sind der schlanke, „windschnittige“ Körperbau mit einem Stockmaß zwischen 150 und 160 cm sowie der häufig vorkommende goldene Schimmer des Fells. Dieses „kostbare“ Aussehen und natürlich ihre sprichwörtliche Härte und Ausdauer machten die Tiere auch bei den Herrschern beliebt. Achal-Tekkiner sollen zudem maßgeblich an der Entstehung des arabischen und englischen Vollbluts beteiligt gewesen sein, ebenso wurden sie wohl als Veredler in der Trakehnerzucht verwendet. Das Zuchtbuch für diese Rasse liegt heute in Russland.

Typisch für den Achal-Tekkiner sind sein hoch angesetzter Hals und der lange Rücken. Er hat auch im Winter ein dünnes Fell und oft sehr wenig Langhaar. Er ist an trockenes Wüstenklima angepasst und kommt mit unseren feucht-kalten Wintern nicht so gut zurecht. Daher sollte er bei nasskaltem Wetter eindeckt werden und eventuell nachts in die Box. Bei warmem Wetter kann er gut im Offenstall gehalten werden. Achal-Tekkiner besitzen sehr viel Temperament und eine große Schnelligkeit. Wer eins dieser Pferde kaufen möchte, sollte daher fortgeschrittener Reiter sein, Erfahrung mit Vollblütern haben und etwas Extra-Zeit mitbringen. Denn die gelehrigen Pferde möchten nicht nur viel laufen, sondern auch Abwechslung haben. Sonst langweilen sie sich schnell.

Achal-Tekkiner eignen sich gut für Rennen und für den Distanzsport. Allerdings können sie viel mehr: Viele haben ein großes Talent zum Springen und auch in der Dressur kann man sie erfolgreich einsetzen. So gewann der Achal-Tekkiner Hengst „Absent“ 1960 die olympische Goldmedaille in der Dressur für Russland. Aber auch als Freizeitpferd ist der Achal Tekkiner geeignet: Seine Trittsicherheit und Unerschrockenheit und sein „weicher Rücken“ machen ihn zu einem idealen Pferd für Geländeritte.

Achal-Tekkiner sind sehr intelligente, stolze und mutige Pferde und berühmt für ihre Menschenbezogenheit. Einen groben Umgang verzeihen sie nicht. Ihre Freundschaft muss man erst gewinnen, aber dann hat man nicht nur einen Freund fürs Leben, sondern ein Pferd, das für „seinen“ Menschen sprichwörtlich alles wagt.

 

 

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