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Alte Katzen


Wer hat an der Uhr gedreht? Das kleine Kätzchen, dass neulich noch die Wohnung unsicher gemacht hat, ist plötzlich ein Senior, der kaum noch auf seinen Lieblingsplatz kommt. Aber das ist kein Problem, wenn man sich auf seinen kleinen Katzensenioren nur richtig einstellt.

Katzen können im Schnitt 15 bis 20 Jahre alt werden. Sie gelten ab einem Alter von acht Jahren als „alt“, mit den dazugehörigen Besonderheiten. Alte Katzen werden ruhiger, schlafen mehr, spielen nicht mehr so wild und drehen oft nur noch kurze Runden durch den Garten, um dann sofort an die warme Heizung zurück zu kehren.

Wenn die Katze keine großen Sprünge mehr machen kann, helfen eine Katzenleiter oder ein Kratzbaum beim Erklimmen des Lieblingsplatzes. Oft bietet sich alternativ auch ein kuscheliges Körbchen auf dem Boden an einem warmen, bei der Katze beliebten Platz an. Möglicherweise ist auch eine Krankheit schuld an der Bewegungseinschränkung. Alte Katzen sollten daher regelmäßig beim Tierarzt vorgestellt werden, um Erkrankungen frühzeitig behandeln zu können. Zu den Alterskrankheiten gehören Arthrose, Schilddrüsen- und Nierenprobleme, Herzschwäche, Tumoren, Diabetes, Zahn- und Zahnfleischerkrankungen sowie Verdauungsprobleme.

Für ältere Katzen muss auch die Fütterung geändert werden. Sie brauchen eine andere Nährstoffzusammensetzung als jüngere, mit hochwertigen Proteinen und vielen Vitaminen und Mineralstoffen, angepasst an den verlangsamten Stoffwechsel. Das Futter sollte mehrfach am Tag in kleinen Portionen frisch serviert werden. So wird es für die Katze besser verdaulich. Für mäkelige und zu dünne Katzen kann man es mit einem gut riechenden Leckerchen anreichern. Bei zu dicken Katzen sollte das Futter sehr genau dosiert werden. Wichtig ist zudem, dass die Katze genug trinkt, um die Nieren zu unterstützen. Und – um unangenehme „Zwischenfälle“ zu minimieren – ist es günstig, an mehreren Orten Katzentoiletten einzurichten, mit möglichst niedrigem Rand.

Alle Senioren (besonders aber die eher rundlichen) sollten regelmäßig zum moderaten Spiel angeregt werden, um den Stoffwechsel anzukurbeln und zu verhindern, dass sie vorschnell komplett „einrosten“. Auch Kuscheln steht bei vielen Katzen auf einmal hoch im Kurs. Das kann prima mit Hilfe bei der Fellpflege kombiniert werden, wenn die Katze damit Probleme hat.

Ebenfalls alterstypisch ist das Nachlassen der Sinnesleistung, besonders auffällig bei Sehsinn und Gehör. Das kann dazu führen, dass die Katze bei kleinen Veränderungen in der Wohnung Orientierungsprobleme bekommt, oder dass sie plötzlich in voller Lautstärke losmaunzt, weil sie sich selbst kaum noch hört. Während das laute Maunzen nicht zu ändern ist (außer mit einer schnellen Beseitigung des „Missstandes“, auf den die Katze gerade hinweist), kann man schlecht sehenden Katzen das Leben erleichtern, indem möglichst wenig an der Wohnung verändert wird.

Eine alte Katze macht mehr Arbeit als eine junge, aber schließlich möchte man ihr einen schönen Lebensabend ermöglichen.

Schlagworte

  • Katze
  • Alterskrankheiten
  • Tierarzt

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