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American Quarter Horse - Rasseportrait Teil 12


Neben dem Appaloosa und dem American Paint Horse steht das American Quarter Horse wie kein anderes Pferd für den „Wilden Westen“ und für Freiheit und Abenteuer. Das ehemalige Pferd der Cowboys ist heute auch in Europa eine viel gefragte Rasse im Freizeit- und Westernbereich und ganz nebenbei die Pferderasse mit den weltweit meisten eingetragenen Pferden.

Die Entstehung des American Quarter Horse reicht zurück bis in die Zeit der Eroberung Süd- und Nordamerikas, als die Europäer ihre Pferde mitbrachten. Während in Südamerika durch die Spanier und Portugiesen vornehmlich Andalusier, Berber und Arabische Vollblüter eingeführt wurden, kamen in Nordamerika mit den Siedlern Englische Vollblüter, verschiedene Ponyrassen sowie Kaltblüter ins Land. Aus dieser bunten Mischung entwickelten sich nach und nach die American Quarter Horses. Man züchtete Pferde für den Zweck, für den man es gerade brauchte: Als Reitpferd, zum Herden hüten, als Acker- und Kutschpferd und (es waren viele wettbegeisterte Engländer im Land) als Rennpferd.

Besonders beliebt waren Kurzstreckenrennen, die meist auf der Hauptstraße eines Dorfes ausgetragen wurden und wegen ihrer Distanz von etwa 400 Metern Viertelmeilenrennen, englisch: A-quarter-of-a-mile-races, genannt wurden (eine Meile hat etwa 1.600 Meter). Von da war es nicht mehr weit bis zum „Quarter Horse“. Seinen endgültigen Namen erhielt das American Quarter Horse allerdings erst mit der Gründung des Zuchtbuches im Jahr 1940.

Die hervorstechende Eigenschaft der American Quarter Horses ist ihre Vielseitigkeit, die sich aus ihrer Entstehungsgeschichte ergibt. Um den vielen Einsatzgebieten gerecht zu werden, züchtet man heutzutage verschiedene Typen, etwa für Rennen oder für Westerndisziplinen wie zum Beispiel Reining. Eine Besonderheit ist der berühmte „Cow Sense“, der es ihnen ermöglicht, auf die Bewegungen des Rindes blitzschnell zu reagieren und so eigenständig ein Rind aus der Herde abzusondern. Pferde mit viel Cow Sense werden bis heute auf den Farmen und bei großen Turnieren („Cutting“, „Working Cow Horse“) eingesetzt.

Das American Quarter Horse hat ein Stockmaß zwischen 145 und 160 Zentimetern, ist besonders an der Hinterhand gut bemuskelt und wirkt daher oftmals leicht überbaut. Alle Fellfarben bis auf Schecken sind zugelassen. Es ist sehr lernfähig, nervenstark, mit viel Temperament, aber trotzdem gelassen, ausdauernd und robust. Seine starke Hinterhand macht es sehr wendig und ermöglicht enorm schnelle Sprints. Besonders geeignet sind American Quarter Horses natürlich für Westerndisziplinen wie Reining, Pleasure, Trail oder für die Rinderarbeit. Sie sind verlässliche Freizeitpferde im Gelände und für Wanderritte und aufgrund ihrer Gelassenheit und Freundlichkeit sehr gut für Anfänger geeignet.

Der einzige Nachteil der American Quarter Horses ist ihr recht hoher Preis. Dafür bekommt man aber auch einen vielseitigen Freizeitpartner, der mit einem durch dick und dünn geht.

 

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  • American Quarter Horse
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