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Arabisches Vollblut - Rasseportrait Teil 4


Vollblutaraber gelten für viele als der Inbegriff der Schönheit, durch ihre elegante, zierliche Erscheinung, ihre schwebenden Gänge und ihre stolze Haltung. Ihre Heimat sind die Wüsten der arabische Halbinsel, wo sie als Pferde der Beduinen mindestens seit dem 7. Jahrhundert gezüchtet werden. Arabische Vollblüter gelten damit als eine der ältesten Haustierrassen der Welt. Die vorherrschende Fellfarbe ist weiß, auch wenn diverse andere Fellfarben vorkommen. Ein auffallendes Merkmal ist der „Araberknick“, ein Knick im Nasenbein, das dem feinen Kopf ein besonders edles Aussehen verleiht, den aber nicht alle Pferde aufweisen. Arabische Vollblüter werden seit dem 19. Jahrhundert zur Veredelung anderer Rassen eingesetzt.

Aufgrund ihrer Herkunft sind Härte, Ausdauer und Genügsamkeit typische Merkmale der Arabischen Vollblüter. Ein weiterer Wesenszug ist ihre Anhänglichkeit und Treue zu ihren Menschen – kein Wunder, denn die Beziehung zu ihren Pferden war für die Beduinen überlebenswichtig. Daher achteten sie bei der Zucht auf Pferde mit einem einwandfreien, ehrlichen Charakter, der das enge Zusammenleben (zum Teil kamen die Pferde mit ins Zelt) ermöglichte.

Vollblutaraber sind mit einem Stockmaß von 1,45 m bis etwa 1,60 m relativ klein. Ihr Körperbau ist dem Leben in der Wüste perfekt angepasst: Die hohe Kopfhaltung und die weit vorstehenden Augen ermöglichen einen guten Überblick über weite Flächen, ihre hohe Schweifhaltung sorgt für eine gute Belüftung zwischen den Hinterbeinen. Der Rücken ist kurz im Vergleich zum großrahmigen Warmblüter, tatsächlich haben viele arabische Vollblüter eine Rippe und einen Lendenwirbel weniger als andere Rassen.

Auch an hohe Temperaturschwankungen sind Vollblutaraber gewöhnt, denn in der Wüste ist es tagsüber zwar heiß, aber nachts wird es sehr kalt. Einzig mit Nässe kommen sie nicht zurecht. Sie brauchen daher in unseren Gefilden immer einen trockenen Unterstand und bei Dauerregen unbedingt eine Decke. Da sie einen hohen Bewegungsdrang haben, sollten sie so viel wie möglich mit ihren Artgenossen draußen sein.

Wer sich ein arabisches Vollblut anschaffen möchte, sollte etwas Zeit mitbringen, den diese Pferde haben viel Temperament und wollen laufen. Darum ist ihr Haupteinsatzgebiet der Distanzsport. Ihre Anhänglichkeit und ihre hohe Intelligenz machen sie aber auch zu tollen Freizeitpferden, solange sie täglich ausreichend Bewegung bekommen. Im Umgang sind sie freundlich, aufmerksam, sensibel und stets bemüht, alles richtig zu machen und ihrem Menschen zu gefallen. Daher sollte sich jeder Besitzer bemühen, ihrer ehrlichen Art gerecht zu werden und eine tiefe Beziehung zu ihm aufzubauen. Dann hat er einen echten Freund, auf den verlass ist und der mit ihn durch dick und dünn geht.

 

Verwandt mit:

Shetlandpony - Rasseportrait Teil 1
Andalusier - Rasseportrait Teil 2
Islandpferde – Rasseportrait Teil 3

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