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Australian Shepherd - Rasseportrait Teil 5


Dieser Hund ist ein Arbeitstier: Der aus den USA stammenden Australian Shepherd wurde früher als Farmhund gehalten, der zum Hüten der Herden und als Wachhund auf der Ranch seinen Dienst tat. Gewünscht war ein Hund, der schnell lernt, auf den leisesten Wink gehorcht und selbständig mitdenkt und -arbeitet. Sein Name stammt vermutlich daher, dass australische Farmer den Hund zusammen mit ihren Schafen mit nach Nordamerika brachten, wo 1957 das erste Zuchtbuch gegründet wurde.

Ein Australian Shepherd lernt sehr schnell, so dass er leicht zu erziehen ist und für die verschiedensten Verwendungen ausgebildet werden kann. Hauptsache, er hat die Möglichkeit, seine körperlichen und geistigen Fähigkeiten dabei voll einzubringen. Daher wird er oft als Rettungs- oder Drogenhund genutzt. Allerdings lernt er auch genauso schnell Dinge, die er eigentlich nicht lernen sollte, nämlich immer dann, wenn die Erziehung nicht konsequent ist. Dann können die cleveren Hunde ihre eigenen Ideen entwickeln, die nicht mehr unbedingt im Einklang mit denen ihrer Menschen stehen. Gleiches kann passieren, wenn der Hund chronisch unterbeschäftigt ist. Dann wird er sich seinen eigenen „Job“ suchen.

Der Australian Shepherd kann gut als Familienhund gehalten werden, vorausgesetzt, er bekommt die Möglichkeit, sich voll auszuleben. Er kommt gut mit Kindern und anderen Hunden aus, aufgrund seiner ursprünglichen Verwendung auch mit Schafen, Rindern und Pferden. Da er treu ist und aufmerksam auf die Stimme seines Herrchens hört, ist er ein angenehmer Begleiter.

Als Hüte- und Farmhund hat er einen ausgeprägten Schutz- und Wachtrieb, der ihn bei unbekannten Personen zunächst etwas fremdeln lässt. Für die Zwingerhaltung ist der aktive Hund nicht geeignet. Soll er in der Stadt leben, benötigt der Australian Shepherd eine ausreichende Zeit zur Gewöhnung an Lärm, Gerüche, viele Menschen und sonstige Eindrücke, die auf ihn einstürmen. Als reiner „Landhund“ gezüchtet, muss er sich erst auf die Reizüberflutung der Städte einstellen, um gelassen zu bleiben.

Der agile Hund braucht zudem täglich Abwechslung: Zum einen durch viel Bewegung, zum anderen will er auch geistig gefordert werden. Wenn man also zufällig keine Schafe halten kann, sind Hundesportarten wie Agility, Flyball oder Dog-Dance genau richtig für ihn. Aufgaben, die er zusammen mit seinem Menschen vollbringen kann, sind für ihn das Größte. Allerdings sollte man ihm auch entsprechende Ruhezeiten verordnen, da er sonst unter Umständen überaktiv wird. Ein gutes Händchen für Ausgewogenheit ist hier gefordert. Der Australian Shepherd ist daher nur für Menschen geeignet, die ihm täglich die nötige Abwechslung bieten und seine Bedürfnisse berücksichtigen. Ist das der Fall, hat man einen Freund fürs Leben gefunden.

 

Verwandt mit:


Dalmatiner – Rasseportrait Teil 2
Mischlinge – Rasseportrait Teil 3
Labrador – Rasseportrait Teil 4

Schlagworte

  • Hund
  • Rasse
  • Portrait
  • Australian
  • Shepherd
  • Farm
  • Hüte- und Wachhund
  • Familie

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