zurück zur Übersicht

Bengalkatze – Rasseportrait Teil 7

1

Raubtier im Wohnzimmer: Die Bengalkatze wirkt auf den ersten Blick ziemlich exotisch. Kein Wunder, denn sie ist eine Kreuzung aus der asiatischen Bengalkatze (Prionailurus bengalensis), also einer Wildkatze, und einer Hauskatze. Trotz dieser „wilden Mischung“ ist die Bengalkatze eine eingetragene Rassekatze. Die erste Bengalkatze wurde 1963 in den USA gezüchtet.

Wild ist auch ihr Äußeres: Auf hellbrauner oder silbergrauer Grundfarbe hat sie entweder dunkle, ein- oder zweifarbige Tupfen oder sie ist marmoriert. Wer also unvermittelt vor einer Bengalkatze steht, kann sie durchaus auf den ersten Blick für einen kleinen Leoparden halten. Ihr Äußeres brachte ihr auch den Namen „Leopardette“ ein.

Wer jetzt ein wildes Raubtier erwartet, wird beim ersten Kontakt schnell eines Besseren belehrt. Nachdem sie ihre erste Scheu überwunden hat, ist die Bengalkatze freundlich, sanft und dem Menschen zugewandt. Sie ist neugierig, sehr anhänglich und folgt dem Menschen überall hin. Eine ganz besondere Eigenschaft ist ihre Gesprächigkeit: Sie verfügt über eine große Palette an Lautäußerungen, mit der sie ihren Menschen unterhält. Auch sonst beansprucht sie gerne die Aufmerksamkeit für sich, egal ob es ums Spielen oder Kuscheln geht.

Trotz dieser Menschenbezogenheit zeigt die Bengalkatze auch ihr wildes Erbe. Sie ist temperamentvoll und hat einen hohen Bewegungsdrang. Sie braucht viel Platz in der Wohnung und viele Möglichkeiten zum Klettern, Springen und Laufen. Denn sie kann sehr weit springen, davon zeugen auch ihre langen Hinterbeine. Zudem braucht sie unbedingt einen Spielkameraden, mit dem sie die Bude unsicher machen kann. Das kann eine weitere Bengalkatze sein, aber auch eine andere Katzenrasse, die mit dem Temperament und dem Selbstbewusstsein der Bengalkatze zurechtkommt. Allein sein mag sie gar nicht.

Die Bengalkatze ist sehr gelehrig und braucht geistige Beschäftigung. Sie versteht sehr schnell, was sie darf und was nicht. Man kann mit ihr gut Apportieren oder an der Leine laufen üben. Ein weiteres Erbe der wilden Vorfahren ist ihre Begeisterung für Wasser, weswegen sie auch gerne mal im Badezimmer auftaucht. Es könnte also durchaus passieren, dass man beim Baden oder Duschen Gesellschaft auf vier Pfoten bekommt.

Darf die Bengalkatze nach draußen, kann es zum Streit mit den Nachbarkatzen kommen. Denn sie ist eine exzellente Jägerin und beansprucht ein großes Revier für sich, womit andere Katzen meist nicht einverstanden sind. Auch ihr exotisches Aussehen könnte bei den Nachbarn für Verwirrung sorgen. Alternativ bietet sich ein abgetrenntes Areal im Freien an, wo ihr niemand in die Quere kommt, oder eine Wohnung mit viel, viel Platz.

Wer sich eine Bengalkatze kaufen möchte, sollte dies nur bei einem seriösen Züchter tun, wo die Katze von Anfang an Familienanschluss hat und Zutrauen zum Menschen entwickeln konnte. Nur dann wird man eine vertrauensvolle Schmusekatze mit wilder Leopardenoptik bekommen.

Schlagworte

  • Katze
  • Rasse
  • Portrait
  • Raubtier
  • asiatischen Bengalkatze
  • Prionailurus bengalensis

Kommentare


  • Wunderschöne Tiere

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Unter diesem Namen wird Ihr Kommentar veröffentlicht und gespeichert.
Mit einem * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder. Bitte füllen Sie sie aus.
zurück zur Übersicht

Sind Sie sicher, dass dieser Beitrag gelöscht werden soll?

Ja
Zur Website

Filtern

nach Zeitraum

nach Kategorie

zurücksetzen