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Die Katze und der Nachbar


Hinterlassenschaften im Sandkatzen, zertrampelte Blumenbeete, verschollene Fische: Katzen haben bereits so manchen Nachbarschaftsstreit vom Zaun gebrochen und hohe Rechnungen verursacht. Wir erklären die Rechtslage – und wie Sie sich schützen können.

Als Freiläufer halten Katzen sich nicht an Zäune als Grenzen und finden oft genug die Nachbargrundstücke attraktiv. Nicht immer zur Freude der Nachbarn. Wird ein vergrabenes Häufchen im Kindersandkasten oder im gerade angelegten Gemüsebeet entdeckt oder einer der geliebten Goldfische im Teich vermisst, ist der Spaß meist vorbei. Oft genug eskalieren dann die Streitigkeiten zwischen den Katzenbesitzern und ihren Nachbarn. Wie ist eigentlich die Rechtslage? Wir klären die wichtigsten Fragen.

Wenn meine Katze beim Nachbarn im Sandkasten oder Blumenbeet ihr Geschäft verrichtet, kann der Nachbar das verbieten lassen?

Generell darf sich die Katze im Garten des Nachbarn bewegen. Diese sogenannte Duldungspflicht endet jedoch, wenn es für den Nachbarn nicht mehr zumutbar ist. Zum Beispiel: Die Katze benutzt regelmäßig den Sandkasten als Katzentoilette. Der Nachbar muss dies nicht hinnehmen und kann ein Verbot aussprechen.

Kann der Nachbar Schadensersatz verlangen, wenn meine Katze seine Pflanzen oder Blumenzwiebeln beschädigt?

Jeder Tierhalter unterliegt der Tierhalterhaftung gemäß § BGB 833. Eine Katze gilt als zahmes Haustier, kann aber mit ihren Krallen Schäden anrichten oder eben die Pflanze beschädigen. In der Regel greift bei Schäden von Katzen die Privat-Haftpflicht. Ein Vergleich der Versicherungen lohnt sich. Bei der Uelzener sind die Samtpfoten in der Privat-Haftpflicht eingeschlossen.

Wer trägt die Beweislast, wenn meine Katze (angeblich) aus dem nachbarlichen Teich einen Fisch geangelt und verspeist hat?

Es besteht die Beweispflicht des Geschädigten. So muss der Teichbesitzer den Fischfang der Katze beweisen. Generell sollte der Fokus auf einem freundlichen Miteinander mit dem Nachbar liegen. Ein handfester Rechtsstreit kann durch Kompromisse verhindert werden. Und eine Privat-Haftpflicht schützt den Tierhalter vor finanziellen Sorgen, falls die Katze doch im Garten des Nachbarn einen Schaden anrichtet.

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