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(Keine) vegetarische Ernährung für die Katz


Es ist ein gesellschaftlicher Trend, weniger Fleisch zu konsumieren. Ist das auf die Ernährung des Raubtiers Katze übertragbar? Was eine vegetarische Ernährung für die Gesundheit von Katzen bedeutet und warum Tierärzte diesen Trend klar ablehnen, haben wir für Sie zusammengefasst.

Der Anteil der Menschen in Deutschland, die sich vegetarisch ernähren, hat sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Und weil viele Tierhalter sich für ihre Haustiere denselben Lebensstil wünschen wie für sich selbst, wird auch für Katzen vermehrt eine vegetarische Ernährung erwogen. Brauchen Stubentiger wirklich Fleisch oder werden sie auch von Tofu, Gemüse und Getreide satt?

Warum Katzen keine Vegetarier sein können

Die wissenschaftlich fundierte Antwort ist ganz klar: Fleisch ist ihr Gemüse. Auf dem Speisezettel aller wild lebenden Katzen steht bis heute die Maus an erster Stelle. Pflanzliche Kost nimmt die samtpfotige Jägerin eher nebenbei auf, wenn sie die Innereien ihrer Beutetiere verspeist.

Der gesamte Organismus der Katze hat sich im Laufe der Evolution auf tierische Kost eingestellt: Das Gebiss der Katze ist hervorragend zum Zerschneiden von Fleisch geeignet. Getreide, Gras oder Heu kann es hingegen nicht zermahlen. Magen und Darm können Fleisch und Innereien gut verdauen, scheitern aber an faserreichem Grünfutter und Gemüse. Doch selbst, wenn sie pflanzliche Nahrung gut verdauen könnte, würde die Katze bei einer vegetarischen Kost an Mangelerscheinungen leiden.

Katzen brauchen tierische Nährstoffe

Für ihre Gesundheit benötigen Katzen bestimmte Nährstoffe. Einige dieser absolut unverzichtbaren Nährstoffe sind nur in tierischen Geweben enthalten. Bei einer vegetarischen Ernährung müssten diese Stoffe dem Katzenfutter künstlich zugesetzt werden. Besonders gefährlich ist für die Katze ein Mangel an

  • bestimmten Eiweißbausteinen (Aminosäuren), die nur im Fleisch vorhanden sind. Insbesondere bei den Eiweißbausteinen Taurin und Arginin kann ein lebensbedrohlicher Mangel entstehen, wenn die Katze über längere Zeit rein vegetarisch ernährt wird. Taurin ist unerlässlich für die Sehkraft und für die Herzgesundheit der Katze und ohne Arginin kann die Leber nicht arbeiten.
     

Auch bei der Versorgung mit Vitamin A ist die Katze auf Fleisch und Innereien angewiesen. Denn anders als Hund und Mensch kann die Katze aus dem in Pflanzen enthaltenen Beta-Carotin kein Vitamin A bilden.

Was die Katze im Futternapf braucht

Das schiere Muskelfleisch allein ist jedoch auch keine ausgewogene Ernährung für die Katze. Schließlich besteht eine Maus ja auch nicht nur aus Filet. Da Katzen das ganze Beutetier verzehren, muss die Nahrung ähnlich zusammengesetzt sein.

Das heißt, wer seine Katze gesund ernähren will, der muss ihr einen ausgewogenen Nährstoff-Mix bieten aus

  • überwiegend Fleisch und Innereien,
  • einer kleinen Beilage pflanzlicher Nahrung,
  • ausreichend, aber auch nicht zu vielen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen.

 

Die Zusammensetzung guter Fertigkost entspricht dem natürlichen Nährstoffbedarf der Katze. Wer das Katzenfutter selbst zubereiten möchte, sollte seinen Tierarzt nach wirklich ausgewogenen Rezepten fragen.

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