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Border Collie - Rasseportrait Teil 12


Der Border Collie ist in den letzten Jahren in Mode gekommen. Gut verständlich, denn der quirlige Hund ist intelligent und anscheinend immer gut aufgelegt. Allerdings kann es einige Probleme geben, wenn man das Wesen des Border Collie nicht genügend berücksichtigt.

Erste Hinweise auf die Vorfahren des Border Collie gibt es schon aus dem frühen Mittelalter. In Britannien wurden Hütehunde, genannt Collies, über die Jahrhunderte zum Schafehüten eingesetzt. Offenbar bedienten sich auch andere Völker an den Arbeitshunden, denn sowohl die Römer als auch die Wikinger sollen jeweils nach ihrem „Besuch“ in Britannien Hütehunde mitgenommen haben.

Der Border Collie stammt aus dem Grenzgebiet zwischen England und Schottland. Eine erste genaue Beschreibung der Arbeitsweise dieser Collies stammt vom Leibarzt von Queen Elisabeth I im Jahr 1570, John Caius, in seinem Buch „De Canibus Britannicus („Über die britischen Hunde“). Die Hunde werden seit dem Ende des 19. Jahrhunderts von der International Sheep Dog Society in sogenannten „Sheep trails“ auf ihr Hüteverhalten getestet, seit Anfang des 20. Jahrhunderts wird der Name „Border Collie“ verwendet. Als Stammvater der heutigen Zucht gilt „Old Hemp“, ein Rüde mit überragenden Hüteeigenschaften, der Ende des 19. Jahrhunderts lebte. Erst seit dem Jahr 1976 ist der Border Collie von der FCI als Rasse anerkannt.

Border Collies wurden seit Jahrhunderten zum Schafehüten gezüchtet. Der Versuch, aus ihnen einen gemütlichen Sofahund zu machen, wird mit großer Wahrscheinlichkeit scheitern. Natürlich fühlen sich Border Collies ihren Besitzern sehr verbunden, schließlich wurden sie dazu gezüchtet, auf den leisesten Wink ihres Herrn zu reagieren. Sie sind auch kinderlieb und für jeden Schabernack offen, aber eben nur, wenn sie gleichzeitig gut erzogen sind und genug Auslastung für ihr flinkes Köpfchen haben. Sonst kann es passieren, dass sie ihren Hütetrieb an Nachbarn, Autos oder allem, was sich sonst noch bewegt, ausleben.

 

Neben dem Schafehüten kann man den Border Collie natürlich auch mit anderen Dingen beschäftigen: Zum Beispiel mit verschiedenen Hundesportarten. Allerdings gilt es hier zu beachten, dass der Border Collie bei andauernder Beanspruchung schnell überdreht. Denn er möchte gefallen und tut dies auch über seine körperlichen Grenzen hinaus, wenn es von ihm gefordert wird. Dauer-Beschäftigung (dazu gehört auch endloses Bällchenwerfen) ist daher keine Lösung, die richtige Beschäftigung muss es sein und dazwischen ausreichend Entspannung.

Auch bei der Erziehung ist Fingerspitzengefühl gefragt: Border Collies sind sensibel und vertragen keine harte Hand. Und sie lernen sehr schnell. Wer sich einen Border Collie zulegen will, sollte daher Erfahrung mit Hunden haben und sich vorher genau überlegen, ob er ihm gerecht werden kann. Die Beratung durch einen seriösen Züchter kann zudem bei der Suche nach dem geeigneten Welpen helfen. Dann steht einer tollen gemeinsamen Zeit nichts mehr im Weg.

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