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Britisch Kurzhaar - Rasseportrait Teil 8


Die Britisch Kurzhaar entstand vermutlich aus den Katzen, die vor 2000 Jahren mit den Römern nach Großbritannien gekommen waren. Durch die Insellage lebten sie dort weitgehend isoliert von anderen Katzenrassen. Erst im 19. Jahrhundert begann man, sie gezielt nach Rassestandards zu züchten. Da im Zuge der Weltkriege auch die Zahl der zur Zucht geeigneten Katzen zurückging, wurden kurzzeitig Perser und Kartäuser eingekreuzt.

Das Einkreuzen von Persern hatte zur Folge, dass bis heute in den Würfen immer mal wieder auch Kätzchen mit halblangem Fell auftauchen. Diese werden als Britisch Langhaar oder Highlander bezeichnet. Die Ähnlichkeit der blaufarbenen Variante der Britisch Kurzhaar mit der heute als Kartäuser/Chartreux bezeichneten Katzenrasse führt oft zu Verwechslungen, zumal beide – die blaue Britisch Kurzhaar und die Chartreux in den 70er Jahren zeitweise als Kartäuser zusammengefasst wurden. Heute sind die Chartreux und die Britisch Kurzhaar als zwei klar getrennte Rassen definiert.

Die Britisch Kurzhaar ist eine muskulöse, kompakt gebaute Katze, die im Gegensatz zu Hauskatzen eher gedrungen wirkt. Sie hat einen rundlichen Kopf, große, runde Augen und Pfoten, kurze Beine und einen im Vergleich zu anderen Katzen eher kurzen Schwanz. Bei den Fellfarben und der Zeichnung gibt es eine große Auswahl, insgesamt soll es über 50 verschiedene Farbvariationen geben.

Das Entscheidende bei der Britisch Kurzhaar ist allerdings ihr Charakter. Im Gegensatz zu vielen anderen Katzenrassen ist die Britisch Kurzhaar ein ruhiger Vertreter. Das bedeutet nicht, dass sie nicht gerne spielt oder herumtobt. Aber sie kommt auch gut mit einem Leben in der Wohnung zurecht, falls kein Garten zur Verfügung steht oder keine Möglichkeit zum Freigang vorhanden ist. Allerdings muss man in diesem Fall für regelmäßige Trainingsstunden sorgen, denn die Britisch Kurzhaar neigt bei Unterforderung schnell zu Übergewicht.

Ihr angenehmes Temperament macht sie zum idealen Zuwachs für Familien mit Kindern oder Hunden. Sie ist sehr menschenbezogen und möchte regelmäßig von ihrem Menschen beachtet werden. Passiert das nicht, wird mit kräftiger Stimme das Recht auf Streicheleinheiten eingefordert. Und anders herum: Wenn es mit dem Kuscheln reicht, macht sie das ihrem Menschen ebenso freundlich, aber bestimmt klar. Die Britisch Kurzhaar kann durchaus mal ein paar Stunden alleine sein, aber mangelnder Familienanschluss macht sie unglücklich. Hat der Mensch weniger Zeit, ist eine zweite Katze eine gute Lösung.

Bezüglich der Pflege ist die Britisch Kurzhaar ebenfalls unkompliziert. Gelegentliches Bürsten hilft, eine Verfilzung der Unterwolle zu vermeiden. Auch von Erbkrankheiten ist sie bisher weitgehend verschont geblieben. Alles in allem ist die Britisch Kurzhaar ein angenehmer Begleiter für alle Lebenssituationen.

Schlagworte

  • Katze
  • Britisch
  • Kurzhaar
  • Rasse
  • Portrait

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