zurück zur Übersicht

Burmese - Rasseportrait Teil 11


Orientalische Schönheit

Die hübschen Katzen dürfen auf keinen Fall mit der Heiligen Birma verwechselt werden. Die Heilige Birma stammt zwar ebenfalls aus Burma (im Deutschen oft als Birma bezeichnet), ist aber eine eigenständige Katzenrasse mit Pointzeichnung, halblangem Haar und blauen Augen, während die Burma kurzes Fell und gelbliche Augen hat.

Die Entstehung der Burmakatze liegt vermutlich mehrere Jahrhunderte zurück. Die Ahnen der Burmakatze waren vermutlich burmesische Tempelkatzen, die dort als Thong Daeng („gelehrige Schönheit“, „Kupferkatze“) bezeichnet wurden. In den 30 Jahren des 20. Jahrhunderts brachte ein amerikanischer Schiffsarzt eine Katze mit dem Namen „Wong Mau“ aus Rangun in Burma (heute Myanmar) in die USA und kreuzte sie mit einem Siamkater. Genetische Untersuchungen ergaben, dass Wong Mau keine Siam war, sondern eine Kreuzung aus Siam und einer burmesischen Tempelkatze. Die Nachkommen Wong Maus mit der entsprechenden Fellzeichnung wurden zur Weiterzucht genutzt.

Burmakatzen sind eher kleine Katzen mit einem kräftigen, aber eleganten Körperbau und einem seidigen, kurzen Fell. Ihre Fellzeichnung weist dunklere Bereiche im Gesicht, an den Ohren und auf dem Rücken auf. Die Fellfarben reichen von einem dunklen Braun („Seal“) über helleres Braun („Chocolate“) und Blau bis hin zu Grau („Lilac“), Creme und Rot. Blau, Chocolate, Lilac und Seal sind zudem auch als Tortie (Schildpatt-Muster) anerkannt.

Burmakatzen sind bekannt für ihre Freundlichkeit und Geselligkeit und werden darum auch oft als „Menschenkatzen“ bezeichnet. Sie suchen engen Anschluss an ihre Menschen und eignen sich daher sehr gut als Familienkatzen, besonders mit Kindern. Spielen und Schmusen stehen auf der Beliebtheitsskala der Burmakatzen ganz oben und dementsprechend entwickeln sie eine erstaunliche Ausdauer, diese Dinge regelmäßig einzufordern. Sie sollten daher nie über längere Zeit allein sein. Wer berufstätig ist, sollte von Beginn an eine zweite Katze dazukaufen. Zudem braucht die Burmakatze viel Platz zum Toben. Eine große Wohnung oder ein Haus sind für sie ideal, am besten noch mit einem großen Garten oder einem (gesicherten) Balkon. Die Burmakatze folgt ihren Menschen überallhin, quer durch das Haus oder in den Garten. Die intelligente Katze lernt sehr schnell, so dass man ihr kleine Tricks wie Apportieren beibringen kann. Passt ihr etwas nicht oder möchte sie etwas haben, wird mit nachdrücklichem Maunzen Aufmerksamkeit eingefordert.

Burmakatzen gelten als robust und langlebig. Von Erbkrankheiten sind sie größtenteils verschont geblieben. Nur eine Erkrankung des Innenohrs, das Kongenitale Vestibularsyndrom, das zu Taubheit führen kann, tritt häufiger auf. Ihr Fell ist pflegeleicht und braucht außer gelegentlichem Bürsten keine weitere Aufmerksamkeit. Kein Wunder, dass die Burmakatze in den USA und in Großbritannien zu den beliebtesten Katzenrassen gehört.

Das könnte Sie auch interessieren:

Kommentare

Bisher wurden keine Kommentare geschrieben.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Unter diesem Namen wird Ihr Kommentar veröffentlicht und gespeichert.
Mit einem * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder. Bitte füllen Sie sie aus.
zurück zur Übersicht

Sind Sie sicher, dass dieser Beitrag gelöscht werden soll?

Ja
Zur Website

Filtern

nach Zeitraum

nach Kategorie

zurücksetzen