zurück zur Übersicht

Das Schnurren der Katze...

2

Das Schnurren von Katzen steht wie kaum etwas anderes als Symbol für Geborgenheit und Gemütlichkeit. Das geht sogar so weit, dass es bereits sogenannte „Kamin-DVDs“ gibt, die neben dem knisternden Kaminfeuer noch das Schnurren einer Katze als Hintergrundgeräusch abspielen.

Aber diese vorgetäuschte Gemütlichkeit ist nichts gegen eine echte Katze auf dem Schoß, die wohlig schnurrt (und vor lauter Wohlbehagen begeistert ihre Krallen in den Oberschenkel des Kraulenden versenkt). Wissenschaftler sind dem Geheimnis des Schnurrens dabei immer noch nicht so ganz auf die Schliche gekommen. Bekannt ist, dass die Katze durch das Schnurren ihr Wohlgefühl ausdrückt und damit eine friedliche Grundstimmung andeutet.

Wie das Schnurren genau funktioniert, ist allerdings noch nicht vollends erforscht. Klar ist, dass Hauskatzen ihren Brummton während des Ein- und Ausatmens von sich geben können, sogar während sie fressen und trinken. Als möglicher Grund für die Erzeugung der Schnurrlaute gelten zum Beispiel Vibrationen, die beim Strömen der Atemluft entlang des Zungenbeins entstehen. Eine andere Hypothese vermutet, dass das Schnurren durch schnelle Kontraktionen der Kehlkopfmuskulatur entsteht. Das Ganze klingt für eine Laien jedenfalls ziemlich kompliziert.

Bekannt sind dagegen die Auswirkungen des Schnurrens: Die erzeugte Vibration hat eine beruhigende Wirkung, auch auf diejenigen, die in direktem Kontakt mit der schnurrenden Katze stehen, das kann jeder Katzenbesitzer bestätigen. Auch kleine Kätzchen spüren diese Wirkung, wenn die Katzenmama beim Säugen schnurrt und so den Nachwuchs gleichzeitig beruhigt. Die Kätzchen schnurren zurück, um anzuzeigen, dass es ihnen gut geht. Kurzum, wenn es überall schnurrt, sind alle gut drauf. Eine entspannte Art der Katzenkommunikation mit Wellness-Wirkung.

Allerdings gibt es auch weniger erfreuliche Gründe, bei denen geschnurrt wird: Zum Beispiel wenn Katzen Schmerzen haben oder sich in einer Stress-Situation befinden. In der Wissenschaft wird vermutet, dass die Katze auch hier die erzeugte Vibration nutzt, um sich zu beruhigen und zu entspannen. Forschungsergebnisse zeigen, dass bestimmte Frequenzen beim Schnurren in der Lage sind, die Heilung von Knochenbrüchen und Muskelschäden zu fördern. Die Katze könnte demnach mittels Schnurren ihre eigene Heilung beschleunigen. Ob das auch bei Menschen funktioniert, wird noch erforscht. Aber dass Katzen in der Lage sind, traurige Menschen mit ihrem Gebrumm aufzuheitern und zu trösten, wissen wir auch so. Denn auch ohne medizinische Begründungen steht eins ohnehin fest: Eine schnurrende Katze tut einfach gut!

Kommentare


  • Interessantes Thema!

    Mich würde auch interessieren, warum nicht alle Katzen schnurren...


  • Hallo Alex,

    vielen Dank für dein Interesse.
    Das kenne ich von zu Hause. Lange Zeit dachte ich, dass auch meine Katze Püppi nicht schnurrt. Irgendwann, als wir ganz doll gekuschelt haben, und ich mein Ohr ganz nah an ihrem Köpfchen hatte, habe ich dann aber doch ein ganz leises Schnurren vernommen.

    Die Frage warum manche Katzen nicht schnurren ist mindestens genauso schwer zu beantworten wie die Frage, warum sie schnurren. Ein Grund könnte z. B. eine Fehlbildung der Stimmbänder sein - aber ich bin kein Arzt. Doch auch wenn Katzen nicht schnurren zeigen sie uns Menschen ihre Zuneigung auf anderen Wegen. Besonders angesagt ist bei meiner Püppi das Köpfchen geben - gemäß der Aufforderung 'Streichel mich, hab mich lieb' - und das zieht jedes Mal.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Unter diesem Namen wird Ihr Kommentar veröffentlicht und gespeichert.
Mit einem * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder. Bitte füllen Sie sie aus.
zurück zur Übersicht

Sind Sie sicher, dass dieser Beitrag gelöscht werden soll?

Ja
Zur Website

Filtern

nach Zeitraum

nach Kategorie

zurücksetzen