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Der Lewitzer: Das vielseitige Pony


Bis zum Zweiten Weltkrieg wurden in Deutschland nur wenige Kleinpferde gezüchtet. In Zeiten der DDR stieg der Bedarf an kleinen, pflegeleichten Pferden, die in verschiedenen Bereichen eingesetzt werden sollten. Die Zucht der Lewitzer begann.

Der Lewitzer, auch Lewitzerschecke genannt, ist noch eine recht junge Pferderasse. Bekannt durch die rassetypische Tobianoscheckung, erfreut sich dieses Pony besonders bei kleinen Reitern großer Beliebtheit.

Das Interieur

Der Lewitzer eignet sich gut als Turnierpferd für Kinder und Jugendliche. Er ist sehr umgänglich und freundlich, bringt Charakterstärke, Leistungsbereitschaft sowie Gelehrigkeit mit und besitzt ein schnelles Reaktionsvermögen.

Weitere Einsatzmöglichkeiten des Lewitzers finden sich im Spring-, Distanz- und Fahrsport, aber auch in der Vielseitigkeit ist er zu finden. Mit seiner großen Ausdauer ist er insgesamt ein robustes Pony.

Das Exterieur

Der Lewitzer wird in vier verschiedenen Sektionen gezüchtet, die sich im Körperbau, der Verwendung und im Stockmaß unterscheiden. Dennoch weisen alle Sektionen teilweise gleiche Merkmale auf.

Die Lewitzer-Ponys haben je nach Sektion ein Stockmaß von 130 bis 148 Zentimetern und einen harmonischen Körperbau mit ausgeglichenen Körperproportionen. Der Kopf ist trocken mit großen, klaren Augen, einem leicht konkaven Nasenrücken und einer breiten Stirn. Die Ohren sind mittellang und beweglich. Gewünscht ist außerdem eine ausreichende Ganaschenfreiheit.

Der Widerrist ist ausgeprägt, die Schultern bemuskelt mit guter Brusttiefe und -breite. Die Kruppe ist ebenfalls bemuskelt, ausreichend lang und mäßig geneigt. Der Schweif sitzt tief an.

Das Fundament des Lewitzers ist kräftig und trocken mit wohl geformten Hufen und gut ausgebildeten Gelenken.

Der Lewitzer ist für seine typische Fellfärbung bekannt: Die Tobianoscheckung (Plattenscheckung). Das Zuchtziel sieht eine reine Tobianoscheckung vor, welche unterschiedlich stark ausgeprägt ist. So gibt es fast einfarbige Lewitzer mit geringer Scheckung, aber auch Ponys mit großen weißen Flecken und nur wenigen braunen Stellen.

Die Herkunft

Der Lewitzer stammt ursprünglich aus Mecklenburg-Vorpommern und wird heute noch vorrangig dort gezüchtet. Die Zucht dieser jungen Rasse begann erst in den 1970er Jahren auf dem VEG (Volkseigenes Gut) Lewitz in der Nähe von Neustadt-Glewe. Das Zuchtbuch ist seit 2005 geschlossen.

An der Entstehung des Lewitzers waren vor allem heimische Ponyrassen, aber auch Araber, Trakehner und Englisches Vollblut beteiligt. Das Ziel der Zucht war ein williges, geschecktes Pony für Kinder, bei dem großen Wert auf Charakterfestigkeit und Leistungsbereitschaft gelegt wurde.

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