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Deutsche Dogge - Rasseportrait Teil 11


Deutsche Doggen sind vor allem eins: Groß. Auch wenn man es schon tausend Mal gehört hat, ist es doch beeindruckend, zum ersten Mal einer Dogge zu begegnen. Aber trotz ihrer Größe sind Doggen vom Charakter her sehr freundliche Hunde und gehören zu den beliebtesten Hunderassen in Deutschland.

Die Vorfahren der Doggen waren englische Mastiffs und die großen irischen Wolfshunde. Bis ins 19. Jahrhundert wurden Doggen als Jagdhunde für Großwild genutzt. Man setzte sie auf Wildschweine, Hirsche und Bären an, die sie packten und festhielten, bis der Jäger mit einer Stichwaffe zur Stelle war. Wegen ihres eleganten Äußeren mit langen Beinen und stolzer Kopfhaltung waren die Doggen zudem besonders in Fürstenhäusern beliebt, wo die schönsten Exemplare als „Kammerhunde“ über den Schlaf der adligen Bewohner wachten.

Nachdem im 19. Jahrhundert die Jagd mit Schusswaffen in Mode kam, verschwand auch die Dogge immer mehr von der Bildfläche. Nur einige wenige Menschen hielten sich weiterhin Doggen und züchteten mit ihnen. Allerdings ging es jetzt weniger um den nötigen „Biss“, sondern um Gehorsam, Friedfertigkeit und Gelassenheit. Diese Zuchtziele sorgen bis heute dafür, dass aus der Dogge ein sehr anhänglicher, menschenbezogener und ausgesprochen kinderlieber Hund geworden ist. Aggression ist ihr nahezu fremd. Darum eignet sie sich auch als Therapiehund. Doggen beherrschen es allerdings es perfekt, mit ihrem imposanten Körperbau Eindruck zu machen. Eine aufmerksame Dogge ist ein erhabenes und Respekt einflößendes Bild. Allein das macht die Dogge zu einem idealen Wachhund, sie eignet sich jedoch nicht als Zwingerhund. Denn sie möchte am liebsten immer mit ihrem Menschen zusammen sein und kann bei Einsamkeit krank werden.

Die Erziehung sollte sanft, aber konsequent sein, denn Doggen sind zum einen echte Sensibelchen, zum anderen können sie sich auch komplett quer stellen, wenn sie etwas nicht wollen. Die meisten Doggen sind sehr verschmust, was aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts (bis zu 85 cm Stockmaß und mehr als 80 Kilo) ein paar Problemchen mit sich bringen könnte, wenn sie mit aufs Sofa möchten. 

Eine Dogge braucht zwar viel Bewegung, aber ausgedehnte Spaziergänge mit viel Abwechslung reichen vollkommen aus. Gelegentlich kann es beim Spaziergang passieren, dass man mit seiner Dogge misstrauisch beäugt wird. Manche Menschen haben schlichtweg Angst vor soviel Hund. Gelassenheit und eine wohlerzogene Dogge leisten hier gute Überzeugungsarbeit.

Leider haben Doggen unter anderem die Neigung zu Herzkrankheiten und Knochenkrebs. Ihre Lebenserwartung liegt bei etwa acht Jahren. Wichtig ist deshalb, jungen Doggen entsprechendes Spezialfutter zu geben, damit die Knochen ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden. Überforderungen sind zu vermeiden. Mit regelmäßigen Check-ups beim Tierarzt, der Vermeidung von Übergewicht und einer guten Vorsorge hat man trotzdem viel Freude an seiner Dogge.

Schlagworte

  • Deutsche Dogge; Hund; Rasse; Jagd

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