zurück zur Übersicht

Diabetes Mellitus bei Katzen


Die Zuckerkrankheit, auch Diabetes mellitus genannt, gehört zu den häufigsten Hormonstörungen bei älteren Katzen. Je eher die Krankheit diagnostiziert und behandelt wird, desto besser kann man Folgeschäden vorbeugen.

Die Zuckerkrankheit schleicht sich auf leisen Sohlen in das Leben der Katze und bleibt meist lange unbemerkt. Erst wenn die Krankheit bereits über Monate oder gar Jahre besteht, zeigt die Katze erste Symptome. Zuckerkranke Katzen trinken deutlich mehr als früher und setzen viel mehr Harn ab.

Bei der Zuckerkrankheit besteht ein Mangel an dem Hormon Insulin. Insulin ist bei der gesunden Katze dafür zuständig, dass der Zucker aus der Nahrung zur Energiegewinnung in die Körperzellen gelangen kann. Wenn kein oder zu wenig Insulin vorhanden ist, bleibt der Zucker im Blut und der Blutzuckerspiegel steigt an.

Folgen der Zuckerkrankheit

Der hohe Blutzucker stört die Durchblutung aller Organe. Bei Katzen kommen vor allem die Nieren sowie das Immun- und Nervensystem durch die Zuckerkrankheit zu Schaden. Eine typische Folge der Zuckerkrankheit bei Katzen sind Nervenschäden an den Hinterbeinen, die zu Bewegungsstörungen führen. Bei einer absoluten Überzuckerung entsteht eine lebensbedrohliche Ketoazidose, eine schwere Stoffwechselstörung, die mit Erbrechen und Austrocknung einhergeht. Die Tiere können ins Koma fallen und letztlich sterben.

Diabetes ist eine chronische Erkrankung. Für betroffene Katzen sind eine Therapie und eine ständige Behandlung unerlässlich. Der Besuch beim Tierarzt und das Leid des Vierbeiners ist auch eine emotionale  Belastung für die ganze Familie. Das finanzielle Risiko der Tierarztkosten hingegen können Frauchen und Herrchen über eine Katzen-Krankenversicherung sinnvoll absichern.

Tägliche Spritze

Zuckerkranke Katzen müssen täglich mit Insulin gespritzt werden. Das Spritzen lernen Katzenbesitzer sehr schnell, weil die Nadeln der Spritzen oder des Spritzautomaten sehr fein sind und die Katze den kleinen Piks kaum bemerkt. Wie häufig man eine zuckerkranke Katze am Tag spritzen muss, hängt vom verwendeten Insulin ab. Der Blutzuckerwert muss regelmäßig kontrolliert werden, damit der Insulinspiegel der Katze stets unter Kontrolle bleibt. Meistens dauert es eine Weile, bis die Insulindosis optimal auf die Bedürfnisse der Katze eingestellt ist.

Fütterung und Haltung anpassen

Gleichzeitig sollte man die Fütterung und Haltung der Katze anpassen. Für zuckerkranke Katzen gibt es spezielle kohlenhydratarme und eiweißreiche Diäten, die dazu beitragen, den Blutzuckerspiegel besser zu kontrollieren. Am besten bespricht man mit dem Tierarzt, welche Diät im Einzelfall zu empfehlen ist. Den meisten zuckerkranken Katzen tut es auch gut, wenn sie sich mehr bewegen, beispielsweise beim gemeinsamen Spiel mit ihrem Menschen. Ganz nebenbei vertieft das auch die Bindung.

Blutwerte überprüfen lassen

Ausdauer und Konsequenz bei der Therapie können gerade bei Zuckerkrankheit der Katze belohnt werden. Denn wer die Anweisungen des Tierarztes über Wochen und Monate sorgfältig befolgt, kann seiner Katze eventuell sogar die Insulinspritzen ersparen: Gewichtsreduktion, mehr Bewegung und optimierte Ernährung verbessern die Einstellbarkeit des Diabetes deutlich und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass die Katze ohne extern zugeführtes Insulin ihren Blutzuckerspiegel im Normbereich halten kann.

Voraussetzung hierfür ist allerdings auch, dass man die Zuckerkrankheit frühzeitig entdeckt, bevor innere Organe und das Nervensystem bereits Schäden davon getragen haben. Zur Früherkennung sollte man die Blutwerte von Katzen ab einem Alter von sechs Jahren regelmäßig überprüfen lassen.

Kommentare

Bisher wurden keine Kommentare geschrieben.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Unter diesem Namen wird Ihr Kommentar veröffentlicht und gespeichert.
Mit einem * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder. Bitte füllen Sie sie aus.
zurück zur Übersicht

Sind Sie sicher, dass dieser Beitrag gelöscht werden soll?

Ja
Zur Website

Filtern

nach Zeitraum

nach Kategorie