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Dichtes Fell und großes Herz: Der Spitz

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Dichtes Fell und treues Herz: Der Spitz war Wachhund Nummer 1 und auf nahezu jedem Anwesen vertreten. Auch heute begleitet er seine Besitzer gern durch den Alltag und im Hundesport macht ihm kaum einer was vor.

Der Spitz zählt zu den ältesten deutschen Hunderassen und wurde in seiner Vergangenheit meist als Haus- und Hofhund gehalten. Dementsprechend bringt der heutzutage treue Familienhund auch gute Aufpasser-Qualitäten mit. Den Spitz gibt es in fünf verschiedenen Größen. Am beliebtesten bleiben die kleinen Spitze wie Klein- und Zwergspitz (Pomeranian) während die größeren Spitztypen nur selten gefragt sind.

Der Charakter

Der wuschelige Spitz zeichnet sich in allen Größen mit einem ähnlichen Charakter aus. Da er früher als Wach- und Hofhund eingesetzt wurde, bringt er ein natürliches Misstrauen und gute Überwachungsfähigkeiten mit. Viele beschreiben den Spitz als bellfreudig, da er Ungewöhnliches seinem Besitzer durch Bellen meldet. Von Fremden ist der Spitz nicht bestechlich und zeigt große Treue seiner Familie gegenüber.

Der Spitz gilt außerdem als kinderfreundlich und zeigt sich in seinem familiären Umfeld als freundlicher und anhänglicher Begleiter seiner Menschen. Er kann gelegentlich besitzergreifend sein – in der Hinsicht sollten ihm klare Grenzen gesetzt werden.

Dieser aktiven Rasse kann man mit verschiedenen Unternehmungen und Hundesportarten eine Freude machen. Ihm reicht es aber auch aus, einfach mit seinen Menschen zusammenzuleben und begleitet sie überall mit hin.

Das Aussehen

Den Spitz gibt es in verschiedenen Größen, die sich anhand des Formats unterscheiden:

Zwergspitz (Pomeranian): 20 bis 22 cm, 3 kg

Kleinspitz: 26 bis 29 cm, 5 kg

Mittelspitz: 34 bis 38 cm, 10 kg

Großspitz: 46 bis 50 cm, 20 kg

Wolfsspitz: 49 bis 55 cm, 20 kg

Der Kopf des Spitzes ist fuchsähnlich mit spitz zulaufender Schnauze und Stehohren. Im Vergleich zu anderen Hunderassen ist der Körperbau eher quadratisch und fällt ebenfalls durch die auf dem Rücken getragene Ringelrute auf.

Die Fellfarbe des Spitzes fällt unterschiedlich aus. Mögliche Farben sind schwarz, weiß, grau, braun, orange oder Schecken mit weißer Grundfarbe.

Mit ihrem dichten Haarkleid sind Spitzes bestens für jedes Wetter ausgerüstet und stören sich nicht an Regen, Kälte oder Schnee. Ihr langes Fell besteht aus dem mittellangen Deckhaar sowie der dichten Unterwolle.

Obwohl der Spitz verhältnismäßig viel Fell besitzt, gestaltet sich die Fellpflege recht unproblematisch. Dadurch, dass das Fell als schmutzabweisend gilt und der Spitz sehr reinlich ist und sich selbst putzt, reicht es vollkommen aus, ihn einmal pro Woche gründlich durchzubürsten. Damit löst sich das lose Fell und die gute Belüftung der Haut ist gewährleistet.

Die Haltung

Im Großen und Ganzen ist die Haltung eines Spitz unkompliziert. Diese fröhlichen Hunde sind zufrieden, wenn sie bei ihrer Familie sein können. Daher eignet er sich auch gut als Begleit- und Familienhund. Dennoch ist er sehr gelehrig und freut sich, wenn er eine Aufgabe bekommt. So geht er zum Beispiel gerne mit seinen Menschen Joggen oder läuft neben dem Pferd oder Fahrrad mit. Möchte man einen richtigen Hundesport im Verein ausprobieren, eignet sich für einen Spitz auch Agility sehr gut.

Der Spitz bringt nur einen schwach ausgeprägten Jagdinstinkt mit und versucht in der Regel nicht eigene Wege zu gehen, und bleibt abrufbar.

Einzig die überwiegende Wohnungshaltung könnte zu Problemen führen, da der Spitz dazu neigt, Ungewöhnliches, wie zum Beispiel Geräusche im Flur, durch Bellen mitzuteilen.

Die Herkunft

Der Spitz zählt zu den klassischen und ältesten Hunderassen in Deutschland und Mitteleuropa, die früher auf nahezu jedem größeren Grundstück lebten. Wie der Hundetyp des Spitzes ursprünglich entstand, ist nicht überliefert.

Die Geschichte des Spitz reicht bis zu den Römern zurück. Auf Abbildungen aus dieser Zeit sind Hunde zu erkennen, die dem heutigen Spitz-Typ sehr ähnlich sehen.

Früher wurden die größeren Spitze zum Bewachen von Lagern oder Transportkarren eingesetzt und die kleineren waren als Schoßhund in der Damenwelt sehr beliebt.

In Deutschland begann man früh mit der Zucht der Spitze. Der Verein für Deutsche Spitze im VDH wurde bereits 1899 gegründet.

Im Laufe der Jahre ging die Beliebtheit dieser Rasse so weit zurück, dass sie 2003 als gefährdete Haustierrasse deklariert wurde. Inzwischen kehren aber besonders die kleinen Zwerg- und Kleinspitze wieder zurück.

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Kommentare


  • Sehr schönes Bild von meinem Hund und auch super passend beschrieben alles :-)


  • Hallo Christine,

    das freut uns, zu hören :-)

    Viele Grüße, das Redaktionsteam der Uelzener

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