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Ein Patenhund im Tierheim


Die meisten Tierheime machen neben der Tiervermittlung das Angebot, Patenschaften für Tiere zu übernehmen. Diese Patenschaften sind zum Teil rein passiver Art, ein Tier oder eine Tierart wird mit finanziellen Beiträgen unterstützt, sie können jedoch auch aktiv gepflegt werden. Gerade Tierheimhunde brauchen Paten, die sie regelmäßig besuchen, beschäftigen und ausführen. Aber nicht nur die Hunde profitieren von der Patenschaft: Tierliebe Menschen, die keinen Hund halten können, haben so die Möglichkeit, ihrer Leidenschaft nachzugehen.

Der Aufenthalt im Tierheim ist für Hunde immer eine schwierige Situation: Gut, wenn der dortige Zwinger möglichst schnell durch ein richtiges Zuhause abgelöst werden kann. Manche Hunde müssen jedoch länger im Tierheim bleiben, da sich aufgrund von Größe, Alter, Charakter oder Gesundheitszustand nicht so leicht ein neuer Besitzer finden lässt. Damit bei diesen Hunden die Bindung zum Menschen aufrechterhalten bleibt, ist es wichtig, dass sie regelmäßig beschäftigt und gefördert werden.

Hundepaten: Wichtige Stützen im Tierheimalltag

In einem Tierheim sind meist mehrere Dutzend Hunde untergebracht. Trotz großem Engagement fehlt Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern häufig die Zeit für eine intensive Betreuung: An dieser Stelle sind deshalb aktive Paten von außerhalb gefragt, die sich zum Beispiel als Spaziergänger anbieten. Wenn die Hunde ein- oder mehrmals am Tag zum Spaziergang abgeholt werden, bekommen sie dabei nicht nur Auslauf, sondern außerdem Beschäftigung und Zuwendung. Für die psychische Gesundheit der Tiere ist dies unentbehrlich.

Warum ein Patenhund?

Die Gründe, sich als Pate um einen Hund zu kümmern, sind vielfältig: Zum einen geht es natürlich darum, dem Hund das Leben im Tierheim so angenehm wie möglich zu machen. Zum anderen bekommen manche Hundepaten durch ihre Aufgabe Gelegenheit, Zeit mit einem Tier zu verbringen, das sie aufgrund von Berufstätigkeit oder Wohnsituation nicht vollständig in den Alltag integrieren könnten.

Wer noch nie einen Hund besessen hat, für den kann die Patenschaft außerdem eine Chance sein, in die Hundehaltung „reinzuschnuppern“ und Erfahrungen zu sammeln. Manche Tierheime bieten sogar Wochenendbesuche der Patenhunde an, sodass das Leben mit Hund auch zu Hause erprobt werden kann.

Voraussetzung für das Ausführen von Hunden ist in vielen Tierheimen allerdings der Besuch einer Spaziergänger-Schulung, die vor allem Hundeneulingen das nötige Knowhow vermittelt. Schwierige Hunde brauchen darüber hinaus eine längere Gewöhnungszeit, bis sie sich auf einen Paten einlassen und ihm guten Gewissens anvertraut werden können.

Einfach eine gute Sache

Wird ein Hund regelmäßig von Paten betreut, ist er aufgeschlossener und ausgeglichener, und seine Chancen auf Vermittlung steigen. Auch bei einer Vermittlung wird der Pate oftmals miteinbezogen, da dieser „seinen“ Hund am besten kennt.

Und noch etwas kommt immer wieder vor: Aus einer Beziehung auf Probe, die die Patenschaft darstellen kann, wird manchmal eine echte Lebensgemeinschaft. Dann zieht der vormalige Patenhund sogar bei seinem Paten ein!

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