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Frühlingsfrisur für den Hund?


Wenn die ersten warmen Tage kommen und die Winterjacke in den Schrank verbannt wird, fragen sich viele Hundebesitzer, ob es bei ihrem Hund nicht Zeit für eine neue Frühlingsfrisur wird. Gerade Halter langhaariger Rassen fürchten, dass der dichte Pelz bei steigenden Temperaturen ziemlich belastend für den Hund sein könnte...

Kaum ein Thema sorgt - sogar unter Experten - für so viel Uneinigkeit wie die Hundeschur. „Darf man Hunde überhaupt scheren? Welche Technik ist die richtige? Kann ich meinem Hund selber das Fell schneiden oder muss der Profi ran?“

Beim Thema Hundeschur scheiden sich die Geister: Während viele darauf schwören, ihrem Hund in der warmen Zeit des Jahres Entlastung zu verschaffen, grenzt das Kürzen des Fells für andere fast an Körperverletzung. Jeder Hund, so das Argument, sollte in seinem natürlichen Fellkleid belassen werden. Klar ist: Wer einen Hund wegen seines rassetypischen Langhaarfells kauft oder züchtet, für den kommt eine radikale Schur ohnehin nicht in Frage. In Sachen „Natürlichkeit“ kann bei vielen Rassen jedoch Entwarnung gegeben werden: Ob Bobtail, Lhasa Apso oder Afghane - ihr Fellkleid ist das Resultat menschlicher Züchtung. In der Natur hätte es sich niemals so entwickelt.

Unterfell beachten

Tatsächlich ist es aber wichtig, bei der Entscheidung für oder gegen eine Schur die jeweilige Fellstruktur des Hundes zu beachten. So ist für alle Rassen, die kein Unterfell besitzen, wie Malteser, Yorkshire oder Tibet Terrier das Kürzen des Fells generell kein Problem: Hier können sich Halter allein nach ästhetischen Gesichtspunkten für einen kurzen oder längeren Look entscheiden. Dackel, Border Terrier und andere rauhaarige Vertreter sollten hingegen getrimmt werden, da der Komplettschnitt bei ihnen ein übermäßiges Wachstum der Unterwolle begünstigt. Beim Trimmen wird nicht das gesamte Fell gekürzt, sondern nur loses Deckhaar entfernt. Dies ist ziemlich aufwendig und wird daher meistens dem Fachmann überlassen. Bei Hunden mit sehr viel Unterwolle raten Experten zum Ausdünnen des Unterfells: auch das eher ein Fall für den Profi. Wenn Hunde wie Collies oder Neufundländer, deren Fell sich ohnehin der Jahreszeit anpasst, vollständig geschoren werden, besteht die Gefahr, dass es nie mehr genauso nachwächst wie vorher. Dieses Risiko wollen viele Hundehalter nicht eingehen.

Friseur oder selfmade?

Wer seinem Hund das Fell kürzen möchte, kann entweder einen Hundefriseur aufsuchen oder aber selbst Hand anlegen. Beide Möglichkeiten haben Vor-und Nachteile. Ein professioneller Hundefriseur hat viel Erfahrung mit den unterschiedlichen Techniken: Wird ein Schnitt nach Rassestandards gewünscht (wie zum Beispiel beim Pudel), ist man dort sicher gut aufgehoben. Wichtig ist jedoch darauf zu achten, dass der Friseur den Hund liebevoll behandelt und Sie als Besitzer im Raum bleiben dürfen. Denn nicht wenige Hunde haben ihren schnellen Schnitt bereits mit einem regelrechten Friseurtrauma bezahlt!

Vor allem für sehr ängstliche Hunde kann Selberschneiden eine gute Alternative sein. Allerdings muss dabei etwas mehr Zeit eingeplant werden, denn ohne die entsprechende Routine können Schnitt oder Schur durchaus ein paar Stunden in Anspruch nehmen. Wer mit dem eigenen Hand-Anlegen vor allem Geld sparen möchte, sollte sich darüber im Klaren sein, dass sich die Anschaffung von Hundehaarscheren oder sogar einer speziellen Heimtierschermaschine nur dann lohnt, wenn diese Geräte auch mehrmals zum Einsatz kommen. Ist das nicht der Fall, kann der Gang zum Profi durchaus die kostengünstigere Alternative sein!

Ob scheren, trimmen oder ausdünnen: Wer das Fell seines Hundes richtig pflegt, verschafft seinem Tier nicht nur Erleichterung, sondern beugt auch Hautekzemen und Parasitenbefall vor. Wird das Fell des Hundes im Frühling jedoch stark gekürzt, sollten Sie daran denken, dass Ihr Hund – ebenso wie wir Menschen - bei den ersten kräftigen Strahlen schnell einen Sonnenbrand bekommen kann. Lassen Sie ihn nach dem Kurzhaarschnitt deshalb nicht zu lange in die Sonne!

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