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Gesund in den Herbst


Nach dem warmen Sommer kommt er unweigerlich, der kalte und nasse Herbst. Auch für unsere Katzen ist das eine große Umstellung.

Auch wenn es tagsüber noch warm ist, die Tage werden deutlich kürzer. Freigängerkatzen bekommen jetzt ihr Winterfell und auch Wohnungskatzen sind davon betroffen. Der Fellwechsel wird hauptsächlich von der Tageslänge und der Temperatur gesteuert und ist für den Organismus eine Belastung. Schließlich müssen die alten Haare aus dem Fell entfernt und vom Körper neue Haare gebildet werden. Dazu benötigt die Katze besonders jetzt, wenn das dichte Winterfell gebildet wird, wichtige Nährstoffe wie Proteine, Fettsäuren sowie Vitamine und Mineralien. Normalerweise erhalten gesunde Katzen mit einem guten Alleinfutter genug Nährstoffe. Minderwertiges Futter oder eine falsche Futterzusammenstellung können allerdings zu Mangelerscheinungen oder einer Überversorgung mit einzelnen Nährstoffen führen. Dann kann der Fellwechsel deutlich länger dauern als normal. Zeigt die Katze Probleme beim Fellwechsel, kann der Tierarzt helfen.

Auch das Loswerden der Haare ist für die Katze Stress. Die ausfallenden Haare jucken, die Katze nimmt zudem bei der Fellpflege viele Haare auf, die sich im Verdauungstrakt zusammenballen und wieder ausgeschieden werden müssen. Werden zu viele Haare verschluckt, kann es zu Verdauungsproblemen bis hin zu einem lebensgefährlichen Darmverschluss kommen. Am einfachsten kann man seiner Katze helfen, indem man sie täglich bürstet. Bei Langhaarkatzen ist das sowieso die Regel, aber auch Katzen mit kurzem Fell genießen diese tägliche Wellnessbehandlung. Angenehmer Nebeneffekt: Die ausgebürsteten Haare können direkt entsorgt werden und verteilen sich nicht erst in der ganzen Wohnung. Zusätzlich kann man der Katze auch Katzengras zur Verfügung stellen. Das erleichtert es ihr, verschluckte Haare wieder loszuwerden und verhindert, dass sie anderes, eventuell giftiges Grünzeug anknabbert. Statt Gras können auch spezielle Pasten helfen.

Ein weiteres, typisches „Problem“ im Herbst ist das Wetter. Niesel, Kälte und Wind verleiden so mancher Katze den täglichen Gang ins Freie. In der Folge wird die überschüssige Energie eben in der Wohnung verbraucht, was in harmlosen Fällen zu einem ständigen Pendeln zwischen Haus- und Terrassentür führen kann (um nachzuschauen, ob das Wetter im Garten genauso schlecht ist wie vor der Haustür). Größere Temperamentsausbrüche können dann schon mal Möbel und Tapeten in Mitleidenschaft ziehen. Abhilfe schaffen geeignete Kratz- und Klettertürme, Kartons und anderes ungefährliches Spielzeug (lesen Sie auch: Abenteuerspielplatz Kratzbaum). Auch eine tägliche Spielstunde kann der frustrierten Katze über Schlechtwetterperioden hinweg helfen. Falls nicht sowieso schon, sollten spätestens jetzt eine oder mehrere Katzentoiletten bereit stehen, um der Katze den Gang in den verregneten Garten zu ersparen.

Wenn es draußen so richtig ungemütlich wird, freuen sich alle Katzen über ein oder zwei gemütliche, warme Eckchen, idealerweise auf der Fensterbank, auf einem erhöhten Platz im Wohnzimmer oder in der Nähe von Heizung oder Kamin. Ein Schaffell oder eine zusätzliche Decke sind dabei besonders für ältere Katzen zu empfehlen, aber auch für alle Katzen, die sich bei kaltem oder nassem Wetter doch nach draußen wagen. Denn sie brauchen einen warmen Platz, um wieder zu trocknen und um sich aufzuwärmen. Hat man keine Katzenklappe, muss der Katze zudem ein trockenes Plätzchen in einer Hütte oder einem Schuppen zur Verfügung stehen, wo sie sich einkuscheln kann, bis sie wieder jemand ins Haus lässt.

Die Katzendecken sollten regelmäßig mit einem Anti-Flohmittel gewaschen und die Katze auf Flohbefall überprüft werden (kleine dunkle Körnchen im Fell, besonders unter den Achseln, zwischen den Hinterbeinen und am Bauch, die im feuchten Küchentuch bräunliche Flecken hinterlassen). Denn nicht nur die Katzen, sondern auch die Flöhe genießen die Wärme im Haus und können sich schnell vermehren. Daher sollte auch in der dunklen Jahreszeit regelmäßig ein Anti-Parasitenmittel gegeben werden.

Bei alten Katzen muss zudem darauf geachtet werden, dass sie ihren Platz auch bei abnehmender Beweglichkeit gut erreichen können, zum Beispiel mit Hilfe einer Katzenleiter. Auch der Fellwechsel ist für sie sehr anstrengend und läuft manchmal nur noch unvollständig ab. Hier kann der Tierarzt mit einem speziellen Futter helfen.

Auch wenn der Herbst so einiges an Umstellung für Katze (und Mensch) fordert, kann man ihm mit ein paar Tricks entspannt entgegen sehen.

Schlagworte

  • Herbst
  • Katze
  • Futter
  • Gesundheit

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