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Gut beleuchtet durch die Dunkelheit


Nebel, Nässe, Nieselregen: Der November ist wieder da. Und als würde das noch nicht reichen, wird es zudem immer früher dunkel. Wer trotzdem nicht auf seine Ausritte verzichten möchte, muss damit rechnen, erst in der Dunkelheit nach Hause zu kommen und sollte sich rechtzeitig um eine korrekte Beleuchtung kümmern.

Nimmt man mit Pferd am Straßenverkehr teil, ist nach § 28 StVO eine weiße Leuchte vorgeschrieben, die nicht blendet und die auf der linken Seite befestigt ist. Sie muss  nach vorne und nach hinten gut sichtbar sein. Eine Gruppe Reiter muss vorne mit weißem und hinten mit rotem Licht gekennzeichnet sein. Das sind allerdings nur die Mindestanforderungen. Generell gilt: Je mehr Sichtbarkeit, desto besser.

Ebenfalls erlaubt sind Stiefel- oder Steigbügelleuchten, die nach vorne weiß und nach hinten rot leuchten. Nachteil: Sie sind oftmals sehr klein und haben meist nur eine schwache Leuchtkraft. Ein Autofahrer, der sich von hinten einem so beleuchteten Pferd nähert, hat beim Anblick eines quasi vor ihm in der Luft schwebenden roten Punktes nicht unbedingt sofort die Idee „Pferd“ im Kopf, sondern wohl eher ein Fragezeichen im Gesicht. Daher ist es sinnvoll, die Konturen von Pferd und Reiter so zu markieren, dass sie sofort zuzuordnen sind.

Bewährt haben sich Reflexstreifen oder -gamaschen an allen vier Pferdebeinen. Je breiter sie sind, desto besser. Dadurch wird dem Autofahrer schnell klar, dass sich vor ihm ein großes, vierbeiniges Lebewesen bewegt. Trägt der Reiter dazu eine Reflexweste und das Pferd zusätzlich noch einen Schweifschoner mit Reflexstreifen oder eine Reflexdecke, die über den Schweifansatz hängt, können andere Verkehrsteilnehmer das ganze „Ausmaß“ des Pferd-Reiter-Paares mit einem Blick erfassen. Für vorne sind Reflexstreifen an der Trense oder ein reflektierendes Vorderzeug sinnvoll, um ein Pferd gut sichtbar zu machen.

Im Übrigen muss man auch korrekt „beleuchtet“ sein, wenn man im Dunkeln die Pferde von der Weide holen will. Sobald man mit Pferd das eigene Grundstück verlässt, muss die obligatorische Lampe dabei sein. Für den Menschen macht auch hier eine Warnweste Sinn, das Pferd kann mit Reflexstreifen am Halfter gekennzeichnet werden. Müssen mehrere Pferde geholt werden, muss auch hier der Tross vorne weiß und am Abschluss rot beleuchtet sein. Sind stärker befahrene Straßen zu überqueren, lohnt es sich immer, die Pferde zusätzlich mit Decke und Leuchtstreifen/Gamaschen an den Beinen auszustaffieren.

Reflexstreifen sind übriges nicht nur bei Dämmerung oder Dunkelheit sinnvoll. Auch an trüben Tagen, besonders aber bei Nebel und Nieselregen, sollte die Reflexausrüstung mit dabei sein. Sie hilft nicht nur Autofahrern, sondern auch Fußgängern, Radfahrern sowie Waldarbeitern und Jägern, rechtzeitig zu erkennen, dass sich da gerade ein Reiter nähert.

Schlagworte

  • Pferd
  • Dunkelheit
  • Herbst
  • Winter
  • § 28 StVO
  • Stiefel- oder Steigbügelleuchten

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