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Härtefall Winter: Pferdetraining auf gefrorenem Boden


So schön das Winterwunderland auch anzusehen ist: Für Pferdefreunde bedeutet es auch, dass der Boden gefroren und die Trainingsbedingungen erheblich erschwert sind. Wie Sie wetterangepasst trainieren können, verraten wir Ihnen hier.

Schnee und Eis können die Mobilität deutlich einschränken – das gilt nicht nur für Autos und Fahrräder, sondern auch für Pferde. Besonders gefrorene Böden mit vielen Hubbeln bieten Risiken beim Training: Schnell kann das Pferd sich vertreten und Muskeln, Bänder und Sehnen beschädigen.

Idealerweise wurde der Boden der Halle und des Außenplatzes deshalb bereits vor dem Einfrieren glatt gezogen. So lässt sich auch auf einem gefrorenen, harten Boden wetterangepasst trainieren. Sind auf dem Platz so viele Stellen vereist, dass man nicht mehr sicher drum herum reiten kann, sollte auf das Training dort lieber übergangsweise verzichtet werden.

Ausgiebig aufwärmen ist das A und O beim Wintertraining

Beim Wintertraining ist die Aufwärmphase im fleißigen Schritt besonders wichtig, damit sich die Gelenkflüssigkeit verteilen kann und Muskeln und Sehnen gut durchblutet werden. Die Aufwärmphase sollte bei Kälte mindestens 15 Minuten betragen. Pferde, die draußen gehalten werden, müssen sogar bis zu einer halben Stunde Schritt gehen, bevor man an schnellere Gangarten auch nur denken sollte.

Auch, wer sein Pferd „nur mal kurz“ in der Halle oder auf dem Platz laufen lassen will, sollte die verlängerten Aufwärmzeiten bei kalten Temperaturen beachten. Das ist besonders wichtig, da viele Pferde bei Kälte das Bedürfnis haben, sich rasant auszutoben. Also vor dem Freilauf oder dem Longentraining das Pferd lieber erst einmal einige Runden führen und am Boden gymnastizieren!

Gymnastik im Schritt und Trab

Wenn der Winter einen dazu zwingt, langsam oder gar nicht zu reiten, bietet es sich an, das Pferd ausgiebig zu gymnastizieren. Entsprechende Übungen lassen sich an der Hand oder im Sattel sowie im Schritt und in Maßen auch im Trab durchführen. Das Training kann auf jedem ebenen Boden durchgeführt werden, egal ob in der Halle, auf dem Außenplatz oder auf einem Feldweg in der freien Natur.

Dafür eignen sich alle Bahnfiguren, die die Biegung und Stellung fördern – beispielsweise Schlangenlinien, große und kleine Achten oder Slalom um Pylonen herum. Das Trainieren von Seitengängen fördert die Geraderichtung des Pferdes und den Schenkel- und Zügelgehorsam.

Auch Übergänge vom Schritt zum Halt mit anschließendem Rückwärtsrichten oder – bei ausreichend griffigem Boden – Schritt-Trab-Übergänge sind gute Übungen auf winterlichem Boden. Sie fördern die Konzentration und Durchlässigkeit des Pferdes.

Beziehung pflegen mit Bodenarbeit

Wie wäre es zur Abwechslung mit einer kleinen Showlektion? Plié, Spanischer Schritt und Co. sorgen für Spaß und Motivation, fördern die Kommunikation und das Vertrauen zwischen Pferd und Reiter und sind gut für die Motorik und das Gleichgewicht des Pferdes. Aber auch ein entspannter Winterspaziergang in der Natur ist nicht zu verachten und für viele Pferde eine entspannte Abwechslung zum Trainingsalltag.

Das richtige Schuhwerk beim Wintertraining

Manche barfüßigen Pferde gehen auf hartem, gefrorenem Boden fühlig. Für sie sind Hufschuhe im Winter eine Möglichkeit, mit den Verhältnissen zurechtzukommen. Hufschuhe müssen optimal sitzen. Aber auch bei perfektem Sitz sollte man die Hufschuhe zunächst vorsichtig und auf kurzen Strecken ausprobieren, da sich viele Pferde erst daran gewöhnen müssen. So steht dem sicheren Wintertraining mit dem Pferd nichts mehr im Wege.

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