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Haflinger - Rasseportrait Teil 8


Blonde Schönheit aus den Bergen: So wird der Haflinger oft genannt. Tatsächlich sind sein helles Langhaar, die hellen Beine und sein meist hellbraunes Fell seine klassischen Markenzeichen. Bei den Haflingern gibt es heutzutage nur noch Füchse in verschiedenen Braunschattierungen, andere Farben führen zum Ausschluss aus der Zucht. Abzeichen sind nur begrenzt erwünscht. Haflinger erreichen ein Stockmaß bis etwa 150 cm und werden damit zu den Ponies gerechnet.

Der Haflinger entstand in den Südtiroler Alpen als kleines, genügsames und trittsicheres Pferd der Bergbauern. Als Entstehungsort gilt der Tschögglberg, wo auch der Ort Hafling liegt, der den Haflingern ihren Namen gab. Viele Dörfer und Hofstellen in dieser Region waren vor 150 Jahren nur über Saumpfade erreichbar, so dass man zu Fuß oder mit Pferd reisen musste. Als Ahnen der Haflinger vermutet man Noriker, ebenfalls eine Gebirgsrasse aus den Alpen, die mit orientalischen Hengsten gekreuzt wurden. 1874 kam mit „249 Folie“ ein Hengstfohlen zur Welt, das aufgrund seiner hervorragenden Vererbereigenschaften zum Stammvater der Haflinger werden sollte. Seine Mutter war eine einheimische Stute, der Hengst „133 El Bedavi XXII“ ein Shagya-Araber.

Haflinger werden bis heute vor allem im Alpenraum und in Italien (hier manchmal noch als „Aveligneser“ bezeichnet) gezogen und erfreuen sich weltweit großer Beliebtheit. Sie werden nach wie vor als Tragtiere im Hochgebirge eingesetzt, oftmals von der Armee. Ebenso finden sie Verwendung als Arbeitspferde in Land- und Forstwirtschaft. Daneben sind Haflinger heute beliebte Freizeitpferde. Ihr ruhiges Temperament und ihre Gelassenheit machen sie zu idealen Pferden für Anfänger, insbesondere Kinder. Durch weitere Veredelung sind viele heutige Haflinger etwas leichter geworden, so dass sie auch im Dressur- und Springsport sowie im Westernreiten eingesetzt werden. Auch im Fahrsport haben sich die Haflinger einen festen Platz erobert. Aufgrund ihrer Gutmütigkeit eignen sie sich zudem gut als Therapiepferde. Stark mit Vollblut veredelte Haflinger werden „Araber-Haflinger“ und „Edelbluthaflinger“ genannt und sind mittlerweile eigene Rassen mit leichterem Körperbau und mehr Temperament.

Ihre Ruhe und Nervenstärke haben Haflinger ihrer Heimat zu verdanken, wo Hektik schnell zu gefährlichen Situationen führen kann. Auch ihre Genügsamkeit ist auf die Herkunft von kargen Hochgebirgsalmen zurückzuführen. Daher brauchen Haflinger bei leichter Leistung lediglich gutes Heu und Mineralfutter. Kraftfutter benötigen sie nur, wenn sie viel arbeiten müssen. Sie fühlen sich im Offenstall am wohlsten, kaltes Wetter macht ihnen nichts aus. Auch sonst sind Haflinger pflegeleicht, lediglich das helle Langhaar braucht etwas mehr Pflege. Da Haflinger sowohl von Kindern als auch von Erwachsenen gut geritten werden können, eignen sie sich gut als Pferde für junge Reiter, die sie von Kindesbeinen an bis ins Erwachsenenalter begleiten können.

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  • Pferd
  • Rasse
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  • Haflinger
  • hellbraunes Fell
  • Südtiroler Alpen

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