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Hundeerziehung -Leinenführigkeit


Die Verpflichtung, seinen Hund an der Leine zu führen, kann einem in verschiedenen Situationen begegnen: Zum Beispiel in der Stadt, in Naturschutzgebieten und vor allem während der Brut- und Setzzeit (je nach Bundesland vom 15. März bzw. 1. April bis 15. Juli). Für manche ist das eine anstrengende Zeit, da der Hund das Laufen an der Leine offenbar mit einem Tauziehen verwechselt und damit nicht nur seinen eigenen Hals, sondern auch Hand und Arm (und Nerven) des Besitzers strapaziert.

Das Laufen an der Leine ist für den Hund eine unnatürliche Art der Fortbewegung. Freilaufende Hunde bewegen sich im gleichmäßigen Trab vorwärts und stoppen, bzw. ändern die Richtung, sobald etwas ihre Aufmerksamkeit erregt (meist ein toller Duft). Menschen als andere Hälfte des Hund-Mensch-Rudels verhalten sich aus Hundesicht daher ziemlich merkwürdig. Sie schlendern für den Hund viel zu langsam durch die Gegend und auch noch auf Routen, die der Hund so bestimmt nicht abgelaufen wäre. Außerdem laufen sie permanent an den besten Stellen vorbei und halten dafür an Orten an, die für den Hund wiederum keinen Sinn machen (Straßen zum Beispiel).

Mit anderen Worten: Es ist für den Hund langweilig, an der Leine neben seinem Menschen herzulaufen, während rundum die spannenden Dinge winken, an die man nicht heran kommt. Also zieht er spontan in die Richtung, die ihn interessiert. Der größte Fehler, den der Mensch machen kann, ist, dem Zug nachzugeben. Dann hat der Hund sein Ziel erreicht und wird nun diesen Erfolg weiter ausbauen wollen. Darum ist es sehr wichtig, schon jungen Hunden in der Erziehung klarzumachen, dass sie durch Ziehen nicht an ihr Ziel gelangen.

Bei jungen Hunden, aber auch bei älteren „Zugtieren“ kann man das auf freundliche Weise tun: Wenn der Hund zieht, bleibt man immer sofort stehen, bis die Leine wieder locker durchhängt. Das kann dadurch geschehen, dass der Hund sich zu einem umwendet oder sogar zurück kommt. Passiert das und ist der Hund mit seiner Aufmerksamkeit wieder bei seinem Besitzer, gibt es ein Lob. Erst dann geht man weiter. Wird diese Übung konsequent durchgeführt, lernt der Hund schnell, dass ein Weiterkommen nur an lockerer Leine gelingt.

Damit der Hund trotz Leinenzwang beim Spaziergang ungestört schnuppern kann, ohne dass gleich Zug auf die Leine kommt, sollte sie lang genug sein, damit der Hund genug Spielraum hat. Im Übrigen sollte auch der Mensch nicht gedankenlos oder aus Ungeduld an der Leine ziehen. Auch Rucken als Bestrafung oder scharfe Halsbänder helfen nicht, den Hund zu erziehen, sondern fügen ihm unter Umständen gesundheitliche Schäden zu. Wer einen in bestimmten Situationen kaum kontrollierbaren Hund hat, sollte bei einer guten Hundeschule Rat suchen, um den Ursachen auf den Grund zu gehen.

Ansonsten sind durch konsequentes Üben mit dem Hund Bereiche mit Leinenzwang bald keine Problemzonen mehr.

Schlagworte

  • Hund
  • Erziehung
  • Leine
  • Führung
  • Leinenpflicht
  • Leinenzwang
  • Brut- und Setzzeit

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