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Hundeschule - für wen lohnt es sich?


Eine gute Beziehung zwischen Mensch und Hund ist vor allem eine Frage der Kommunikation. Hundeschulen sollen Hund und Halter dabei helfen, einander besser verstehen zu lernen. Dass diese Kommunikationsberatung Anklang findet, zeigt sich an der stetig wachsenden Zahl von Hundeschulen, in denen schon Welpen erste Kommandos und den Umgang mit Mensch und Hund trainieren. Wir sagen Ihnen, für wen sich eine Hundeschule lohnt und was Sie als Halter beachten sollten!

Hausunterricht oder Hundeschule?

In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Hundeschulen in Deutschland rasant gestiegen. In weit über 2000 Einrichtungen lernen Hunde „Sitz“, „Platz“ und den richtigen Leinengang und werden darüber hinaus für unterschiedliche Alltagssituationen gewappnet. Während die einen darauf schwören, sind andere skeptisch: Früher wurden Hunde doch auch ohne Schule zu sozialverträglichen Gefährten!

Tatsächlich gilt es bei der Entscheidung „Hundeschule - ja oder nein?“ zweierlei zu bedenken: Einen Hund gesellschaftstauglich zu erziehen kann hundeerfahrenen Menschen auch ohne Hilfe gelingen. In puncto Kommunikations- und Beziehungstraining sind Hundeschulen aber für jeden eine Bereicherung.

Und außerdem: Wo sonst lassen sich so gut Hundekontakte knüpfen?

Hundeführerschein und Wesenstest

In manchen Fällen ist der Besuch einer Hundeschule aber nicht nur bereichernd, sondern sogar notwendig – zum Beispiel dann, wenn Hundehaltung besonderen rechtlichen Vorgaben unterliegt. Wer sich als Hundeneuling in Niedersachsen einen Hund anschafft, ist schon heute zum Erwerb des „Hundeführerscheins“ verpflichtet. Neben Fragen zu Hundehaltung und –erziehung wird für dessen Erwerb auch eine praktische Prüfung durchgeführt, in der Halter die Kontrolle über ihre Hunde unter Beweis stellen. Hundeschulen bieten Kurse an, die genau auf diese Herausforderung vorbereiten.

In einigen Bundesländern ist das Bestehen eines „Wesenstests“ Voraussetzung dafür, dass Hunde bestimmter Rassen (wie Alano oder Mastiff) von der Maulkorbpflicht befreit werden. Auch für diesen Test kann in den meisten Hundeschulen geübt werden.

Ist ein Hund bereits durch ängstliches oder aggressives Verhalten auffällig geworden, helfen Hundeschulen dabei, dem Problem auf den Grund zu gehen und neue Verhaltenmuster zu etablieren.

Ein vielfältiges Kursangebot

In den meisten Hundeschulen gibt es neben Kursen für erwachsene Hunde auch Angebote für Welpen. Hier lernen junge Hunde die ersten Kommandos und werden gleichzeitig an einen stressfreien Umgang mit anderen Hunden gewöhnt. Ist der Hund etwas älter, trainiert man neben weiteren Kommandos die Leinenführigkeit und das angemessene Verhalten in bestimmten Situationen. Hier gilt: Auch wenn keine Verhaltensprüfung erforderlich ist, können Hund und Halter einiges lernen, was den Alltag erleichtert und die gemeinsame Beziehung stärkt. Wer außerdem eine Begleithundausbildung absolviert, macht seinen Hund fit für leinenfreie Zeiten.

Spaß und Beschäftigung

Wie bei uns Menschen sollte Schule für Hunde nicht nur Arbeit, sondern auch Spaß bedeuten. In guten Hundeschulen ist dies ohnehin der Fall, da Hunde es lieben, geistig und körperlich gefordert zu werden. Oft werden über die klassischen Lernkurse hinaus auch Aktivitäten wie „Agility“ oder „Dummytraining“ angeboten. Sie tragen dazu bei, Hunde richtig auszulasten und damit Verhaltensauffälligkeiten vorzubeugen.

Die richtige Schule

Um die geeignete Schule zu finden, gibt es allerdings ein paar Dinge zu beachten:

Die Trainer sollten über eine fundierte Ausbildung im Bereich „Hundeerziehung“ und „Verhaltensberatung“ verfügen. Werden regelmäßig Fortbildungen besucht, ist auch das ein Plus für die Schule. Außerdem sollte das Kursangebot auf die Bedürfnisse der Teilnehmer abgestimmt sein, und es dürfen selbstverständlich nur gewaltfreie Methoden zur Anwendung kommen.

Nicht zuletzt muss aber auch das Bauchgefühlt stimmen: Nur wer sich wirklich wohl fühlt, hat die richtige Schule für sich und seinen Hund gefunden!

Schlagworte

  • Hund
  • Hundeschule
  • Hundeerziehung
  • Hundeführerschein
  • Wesenstest

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