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Impfungen bei Hunden


Impfen ist auch bei Hunden sinnvoll: Viele Krankheiten wurden dadurch schon seltener (Tollwut, HCC). Gegen diese Krankheiten sollten Hunde daher grundsätzlich geimpft werden: Tollwut, Staupe, HCC (Hepatitis contagiosa canis), Parvovirose, Leptospirose. Wichtig: In der Krankenversicherung für Hunde der Uelzener gibt es 100 Euro Zuschuss pro Jahr für Impfungen.

Tollwut ist die gefährlichste Viruserkrankung, die vom Hund auf den Menschen übertragen werden kann. Typische Symptome sind Aggressivität, Schaum vor dem Mund, es können aber auch Apathie, Verdauungsstörungen und Lähmungen auftreten. Die Krankheit endet für Mensch und Tier tödlich. Auch wenn Deutschland mittlerweile als tollwutfrei gilt, müssen Hunde geimpft sein, wenn sie ins Ausland mitgenommen werden sollen. Generell ist die Tollwutimpfung aufgrund der Gefährlichkeit Pflicht.

Grundimmunisierung gem. Impfempfehlung der StIKo Vet: Erst- und Zweitimpfung in der 12. und 16. Lebenswoche, Drittimpfung im 15. Lebensmonat. Auffrischung je nach Hersteller jährlich bis alle drei Jahre.

Staupe ist eine Viruserkrankung, an der besonders junge Hunde erkranken, die aber nicht auf den Menschen übertragbar ist. Der Hund nimmt die Viren über Schnauze und Nase auf und bekommt in der Folge hohes Fieber, Durchfall und Erbrechen. Husten und Atemnot treten auf, wenn der Atmungsapparat betroffen ist. In der schweren Verlaufsform geht der Erreger auf das Nervensystem. Es treten unter anderem Lähmungen, Muskelzittern und Schädigungen des Sehnervs auf. Diese Form endet oftmals tödlich, überlebende Hunde haben häufig mit Spätfolgen an den Augen, den Zähnen und dem Nervensystem zu kämpfen.

Grundimmunisierung gem. Impfempfehlung der StIKo Vet: Erstimpfung 8., Zweitimpfung 12., Drittimpfung 16. Lebenswoche, Viertimpfung im 15. Lebensmonat. Auffrischung alle drei Jahre.

HCC (Hepatitis contagiosa canis) ist eine virale Erkrankung der Leber, die nicht auf den Menschen übertragbar ist. Hunde infizieren sich durch den Kontakt mit Speichel, Kot oder Urin erkrankter Tiere. Die milde Form zeigt sich mit Hornhauttrübungen oder auch ohne Symptome. Bei schwerere Formen treten hohes Fieber, Durchfall, Erbrechen und in der Folge Leber- und Nierenschädigungen auf. Im schwersten Fall kann die Erkrankung innerhalb weniger Stunden zum Tod führen.

Grundimmunisierung gem. Impfempfehlung der StIKo Vet: Erstimpfung 8., Zweitimpfung 12., Drittimpfung 16. Lebenswoche, Viertimpfung im 15. Lebensmonat. Auffrischung alle drei Jahre.

Parvovirose ist eine hochansteckende virale Erkrankung, die vor allem junge oder geschwächte Tiere befällt. Betroffen sind das Lymphsystem, der Darm, das Knochenmark oder der Herzmuskel. Die Viren werden über Schnauze und Nase aufgenommen und sind für den Menschen nicht gefährlich, halten sich aber über lange Zeit in der Umwelt. Nicht geimpfte Welpen, die an einer Parvovirose erkranken, sterben oftmals innerhalb weniger Tage an einer Herzmuskelentzündung. Ältere Tiere bekommen meist schwere Darmentzündungen mit blutigen Durchfällen, die unbehandelt ebenfalls zum Tod führen.

Grundimmunisierung gem. Impfempfehlung der StIKo Vet: Erstimpfung 8., Zweitimpfung 12., Drittimpfung 16. Lebenswoche, Viertimpfung im 15. Lebensmonat. Auffrischung alle drei Jahre.

Leptospirose ist eine bakterielle Infektion bei Tieren, die auf den Menschen übertragbar ist und für Mensch und Tier tödlich enden kann. Besonders Ratten gelten in Deutschland als wichtige Überträger, es können aber auch andere Tierarten Erreger weiter geben. Hunde nehmen die Bakterien oftmals durch Kontakt mit verseuchtem Wasser auf (kleine Teiche, Pfützen). Befallen werden besonders Leber, Niere. Infizierte Tiere fressen kaum noch, bekommen Fieber, Erbrechen. Je nach betroffenem Organ kommt es zu blutigem Durchfall, blutigem Urin, bei Befall der Lunge zu Bluthusten und Atemnot.

Grundimmunisierung gem. Impfempfehlung der StIKo Vet: Erstimpfung 8., Zweitimpfung 12. Lebenswoche, Drittimpfung im 15. Lebensmonat. Auffrischung jährlich, kann aber auch alle sechs Monate sinnvoll sein (Tierarzt fragen).

 

Weitere Infos:

http://www.tieraerzteverband.de/bpt/berufspolitik/Impfkommission/03-index.php

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