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Impfungen bei Katzen


Auch bei Katzen gibt es schwere Krankheiten, die man ihnen durch konsequentes Impfen ersparen kann. Gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche sollten Katzen immer geimpft werden. Die Impfung gegen Tollwut ist für Freigänger erforderlich, eine Impfung gegen das feline Leukämievirus ist zumindest bei jüngeren Tieren zu empfehlen. Hier hilft der Tierarzt weiter. Wichtig: Bei der Uelzener Tierkrankenversicherung gibt es 100 Euro Zuschuss pro Jahr für Impfungen.

Katzenschnupfen

Katzenschnupfen ist ein Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen der Atemwege und der Augen, die durch Viren und Bakterien ausgelöst werden. Die Katzen stecken sich über Speichel, Tränenflüssigkeit und Nasensekrete an, die über Maul oder Nase aufgenommen werden. Besonders gefährdet sind junge Katzen sowie geschwächte Tiere. Oft kommt es nach der Virusinfektion zusätzlich zu einer Infektion mit Bakterien. Symptome wie Nasenausfluss, verklebte Augen infolge von Bindehautentzündungen, Husten, Niesen, Fieber treten nach wenigen Tagen auf. Schwere Formen gehen mit Lungenentzündungen, hohem Fieber und Blutarmut einher. Diese Verläufe können tödlich enden. Weitere Komplikationen sind Augenschädigungen sowie chronischer Schnupfen. Einige Erreger können auch auf den Menschen übertragen werden (z. B. Chlamydien).

Grundimmunisierung gem. Impfempfehlung der StIKo Vet: Erst- und Zweitimpfung in der 8., und 12. Lebenswoche, Drittimpfung in der 16. Lebenswoche, Viertimpfung im 15. Lebensmonat. Auffrischung jährlich.

Katzenseuche (Feline Panleukopenie)

Die Katzenseuche ist eine hochansteckende Virusinfektion. Das Virus befällt besonders den Darm, das Knochenmark und das Lymphsystem. Junge Katzen sind am häufigsten betroffen. Das Virus wird über Kot und Urin ausgeschieden und über Schnauze oder Nase aufgenommen. Neugeborene Kätzchen können von ihrer Mutter angesteckt werden. Nach bis zu 10 Tagen zeigen sich Symptome wie blutige Durchfälle, Dehydrierung, Fieber, Bindehautentzündungen, Abgeschlagenheit, Nasenausfluss sowie eine starke Verminderung der weißen Blutkörperchen. Manche Tiere sterben sofort, besonders junge. Ältere Tiere zeigen oftmals nur leichte Symptome. Durch das geschwächte Immunsystem können andere Krankheiten auftreten. Die Krankheit ist nicht auf den Menschen übertragbar, das Virus kann aber bei Raumtemperatur monatelang überleben und wird durch herkömmliche Desinfektionsmittel nicht unwirksam gemacht.

Grundimmunisierung gem. Impfempfehlung der StIKo Vet: Erst- und Zweitimpfung in der 8., und 12. Lebenswoche, Drittimpfung in der 16. Lebenswoche, Viertimpfung im 15. Lebensmonat. Auffrischung alle drei Jahre.

Tollwut

Tollwut ist eine anzeigepflichtige Virusinfektion, die eine Gehirnentzündung auslöst und für Tier und Mensch tödlich endet. Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 10 bis 14 Tage. Symptome sind Wesensveränderungen wie aggressives Verhalten oder Apathie. Typisch sind zudem starker Speichelfluss, Bewegungsstörungen und später Lähmungen, an denen die Katze schließlich eingeht. Die Übertragung erfolgt meist infolge eines Bisses über den Speichel. Auch wenn Tollwut in Deutschland als ausgerottet gilt, müssen Freigänger immer geimpft werden.

Grundimmunisierung gem. Impfempfehlung der StIKo Vet: Erst- und Zweitimpfung in der 12. und 16. Lebenswoche, Drittimpfung im 15. Lebensmonat. Auffrischung alle drei Jahre (kann je nach Hersteller abweichen). Nur für Freigänger erforderlich.

Felines Leukämievirus („Leukose“)

Das feline Leukämievirus ist eine hochansteckende virale Erkrankung, die das Immunsystem befällt. Betroffen sind vor allem junge Katzen, aber auch ältere Katzen können sich infizieren. Übertragen wird das Virus durch Speichel, Blut und Urin. Symptome sind unter anderem Durchfälle, Appetitlosigkeit und Abgeschlagenheit. Durch die Schwächung des Immunsystems erkranken die Katzen häufig an Infektionen, die nur schwer ausheilen. Das Virus kann außerdem bösartige Tumoren der Lymphknoten auslösen oder das Knochenmark befallen und eine Anämie bewirken. Manche Katzen sind infiziert, ohne Symptome zu zeigen. Erwachsene Katzen erkranken oft nur kurz und die Infektion heilt von selbst aus. Die Krankheit ist nicht auf den Menschen übertragbar. Eine Impfung ist nur für Freigänger notwendig.

Grundimmunisierung gem. Impfempfehlung der StIKo Vet: Erstimpfung ab der 8. Lebenswoche möglich, Zweitimpfung 3 bis 4 Wochen später, Drittimpfung im 15. Lebensmonat. Auffrischung jährlich. Nur für Freigänger erforderlich. Vorher sollte das Blut auf Viren untersucht werden.

Schlagworte

  • Katze
  • Impfung
  • Katzenschnupfen
  • Katzenseuche
  • Feline Panleukopenie
  • feline Leukämievirus
  • Leukose
  • Tollwut

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